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Gruppen-Intelligenz Warum Ameisen die besseren Manager sind

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Im Gegensatz zu Ameisen, Bienen, Termiten oder Heuschrecken steckt der Mensch stets in einer Zwickmühle: "Auf der einen Seite wollen wir zusammenarbeiten und auf der anderen wollen wir einen Vorteil für uns haben; auf der einen Seite wollen wir uns in den Dienst der Gemeinschaft stellen und auf der anderen für uns und unsere Familien sorgen", schreibt Miller. Zwar gibt der Autor zu, dass Schwärme "Schattenseiten" haben können wie zum Beispiel Heuschrecken. Allerdings durchzieht das Buch eine Zwischenzeile, dass Gruppenverhalten bei Tieren deutlich produktiver ist als bei Menschen. Allerdings gibt es ja Möglichkeiten zu Besserung.

Peter Millers Buch ist verständlich geschrieben und leicht zu lesen. Die Dramaturgie führt allerdings zu keinem Höhepunkt oder großer Erkenntnis. Es ist eine Ansammlung von Beispielen, liebevoll aneinandergereiht, aber mehr eben auch nicht.

Der Leser lernt, dass Führung in großen Gruppen nicht nötig ist, solange der Interaktion bestimmten Regeln folgt (Ameisen). Oder dass Gruppen dann die optimalen Entscheidungen treffen, wenn sie die Vielfalt des Wissens nutzen und ein Ideenwettbewerb stattfindet (Bienen). Man erkennt, wie viel der einzelnen leisten kann, wenn er auf der Arbeit des Anderen aufbaut (Termiten) und auf den Nachbarn achtet (Vögel). Tiere zeigen uns, dass man sich wunderbar in eine Gruppe einbringen kann, ohne seine Individualität zu verlieren.

Ein positives Alltagsbeispiel dafür ist das TV-Format "Wer wird Millionär?". Schließlich hilft der Publikumsjoker in 91 Prozent der Fälle, während die angerufenen Experten nur in 65 Prozent der Fälle richtig liegen. In Unternehmen sollte man sich nicht auf die Entscheidungen einiger weniger verlassen: Die "Menge" hat vermutlich immer die bessere Antwort.

Bibliographie
Peter Miller
Die Intelligenz des Schwarms
Campus Verlag, Frankfurt am Main 2010
271 Seiten

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