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Hannah Helmke im Interview „Man muss bei Klimazielen in Budgets denken“

Die Gründerin Hannah Helmke untersucht Firmen auf ihren Beitrag zum Klimaschutz. Im Interview fordert sie präzisere Unternehmensziele.
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„Die Unternehmen müssten ihre Jahresziele viel klarer darstellen, also wie viel CO2 sie in welchem Jahr bis 2050 einsparen wollen.“ Quelle: right right
Hannah Helmke

„Die Unternehmen müssten ihre Jahresziele viel klarer darstellen, also wie viel CO2 sie in welchem Jahr bis 2050 einsparen wollen.“

(Foto: right right)

Düsseldorf Wie berechnen Sie, ob ein Unternehmen klimaschonend wirtschaftet?
Wir setzen für den Zeitraum bis 2050 die direkten und indirekten CO2-Emissionen in Bezug zur Bruttowertschöpfung des Unternehmens. Dabei spielen Größen wie der Umsatz oder der operative Gewinn eine Rolle, aber auch zum Beispiel, in welcher Branche ein Unternehmen tätig ist. Daraus berechnen wir, um wie viel Grad sich die Erde erwärmen würde, wenn alle Unternehmen so CO2-intensiv wirtschaften würden wie das untersuchte Unternehmen. Dabei können unterschiedliche Szenarien berücksichtigt werden, zum Beispiel das Erreichen der unternehmensspezifischen Klimaziele.

Warum reicht es nicht, sich nur die absoluten CO2-Einsparungen anzusehen?
Die absoluten Zahlen sind sicher wichtig, verraten aber erst einmal wenig darüber, wie groß der Beitrag eines Unternehmens zur Erderwärmung tatsächlich ist. In unserem Modell berücksichtigen wir zum Beispiel auch verschiedene Reduktionsszenarien, zum Beispiel vom Weltklimarat oder der Internationalen Energieagentur. Die IEA hat für jeden Wirtschaftssektor spezifische Jahresziele festgelegt, die die Unternehmen erreichen müssen, wenn das Zwei-Grad-Ziel erreicht werden soll. Und selbst diese Annahmen sind in vielerlei Hinsicht noch optimistisch.

Viele Dax-Unternehmen emittieren mehr, weil sie mehr produzieren. Wie ist das zu bewerten?
Man muss bei den Klimazielen in Budgets denken. Das bedeutet, es hilft nichts, wenn man verspricht, seine Emissionen in 30 Jahren auf null zu senken – und bis dahin seine CO2-Bilanz stetig steigert.

Was müsste sich ändern?
Die Unternehmen müssten ihre Jahresziele viel klarer darstellen, also wie viel CO2 sie in welchem Jahr bis 2050 einsparen wollen. Solche Angaben würden eine robuste Bewertung vereinfachen.

Mehr: Im vergangenen Jahr haben die größten deutschen Börsenkonzerne ihre Emissionen nur leicht senken können. Einige haben sogar kräftig zugelegt.

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