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Hedgefonds-Manager Paul Tudor Jones US-Milliardär empört mit Chauvinismus

Hat eine Frau erst einmal eine Geburt hinter sich, ist sie für den stressigen Beruf an der Börse nicht mehr zu gebrauchen. Mit dieser Aussage erhält US-Milliardär Paul Tudor Jones an der Wall Street harten Gegenwind.
24.05.2013 - 20:31 Uhr 10 Kommentare
Trotz modernster Technik scheint mancher Börsianer nicht in der Gegenwart zu leben. Quelle: ap

Trotz modernster Technik scheint mancher Börsianer nicht in der Gegenwart zu leben.

(Foto: ap)

New York Der milliardenschwere Hedgefonds-Manager Paul Tudor Jones hat sich mit einer Bemerkung über Frauen an der Wall Street kräftig in die Nesseln gesetzt. Bei einer Diskussionsrunde der Universität von Virginia gab er seine Ansicht zum Besten, warum es mehr Männer im Börsenhandel gebe. Frauen, so seine These, seien mit der Geburt eines Kindes für dieses nervenaufreibende Geschäft einfach nicht mehr zu gebrauchen.

„Sobald die Lippen des Babys die Brust der Frau berühren, kannst Du es vergessen“, erklärte er. „Jede einzelne Investmentidee, jeder Wunsch zu verstehen, warum dieses oder jenes hoch oder runter geht, wird von der schönsten Erfahrung überlagert, die ein Mann niemals teilen kann - von der Verbindung zwischen der Mutter und ihrem Baby.“ Er habe das „immer und immer wieder“ erlebt. „Man gibt dann einen Scheißdreck drauf, was der Dollar oder der Yen machen.“

Tudor Jones reagierte damit auf die Anmerkung des Moderators der Diskussionsrunde, es säßen nur „reiche, weiße, mittelalte Männer“ auf der Bühne. „Er hat eine ehrliche Antwort gegeben“, pflichtete ihm ein anderer Teilnehmer bei. Die Veranstaltung fand bereits im April statt. Sie sorgte aber erst jetzt für Aufsehen, nachdem die „Washington Post“ am Donnerstag ein Video davon online stellte.

Sie fühle sich an die 1950er Jahre erinnert, sagte Alexandra Lebenthal, Chefin der Investmentfirma Lebenthal & Company, auf dem Sender MSNBC. Stephanie Ruhle, Moderatorin bei Bloomberg TV und ehemalige Investmentbankerin, twitterte: „Ich bin so enttäuscht von den Äußerungen von Paul Tudor Jones über Frauen, aber ich bin zu beschäftigt mit dem Stricken von Babyschühchen, als dass ich meine Gedanken dazu äußern könnte.“

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    Tudor Jones genießt eigentlich den Ruf des Wohltäters. Vom Magazin „Forbes“ wird sein Vermögen auf 3,6 Milliarden Dollar geschätzt (2,8 Mrd Euro). In einem Brief an US-Medien relativierte er seine Äußerung: Er habe aus dem Stegreif gesprochen und nur den Handel mit Wertpapieren auf Basis gesamtwirtschaftlicher Daten gemeint. „Ereignisse wie Geburt, Scheidung, der Tod eines geliebten Menschen oder andere emotionale Hochs und Tiefs behindern den Erfolg in diesem speziellen Feld.“

    • dpa
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    10 Kommentare zu "Hedgefonds-Manager Paul Tudor Jones: US-Milliardär empört mit Chauvinismus"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Ich verstehe nicht, was sich einige Damen und Transen hier aufregen?

      Der Mann hat Recht!
      Eine "richtige" Frau hat -von Natur aus- vorgegebene Aufgaben. Und dies ist bestimmt nicht eine hoffnungslose Karriere anzusteuern.

      Es grüßt ein richtiger Mann...

    • Also ich sage dazu auch ganz ehrlich:
      was sich dieser Tudor Jones hier erlaubt hat, geht in der heutigen Berufswelt einfach gar nicht mehr! Sowas ist nicht nur Chauvinismus, nein sowas ist widerlicher Sexismus!! Was bilden sich die Männer heutzutage eigentlich ein??

      Können es solche Männer nur nicht ab, dass Frauen eben nun mal erfolgreicher sind als sie oder was?? Außerdem: warum sollen Frauen mit Kinde nicht ebenso erfolgreiche Börsen-Spezialisten sein? Außerdem: Frauen würden niemals solche gefährlichen Zockerspiele eingehen, wie es diese Bankster in der Banken- und Finanzkrise getan haben!! Frauen denken da etwas vernünftiger!!

      Schämt euch, ihr Bankster und Börsen-Gurus!!

      Und diese "Entschuldigung" von Herrn Tudor Jones war auch nur halbherzig und damit nicht ausreichend!!

    • Ich habe selten so einen geistigen Müll gelesen wie hier. Sie alle stellen sich auf die gleiche chauvinistische Stufe wie dieser auf dem Niveau eines Kleinkindes stehengebliebene Investmentbanker.

      Die Lobeshymnen auf Männer sind so überflüssig wie ein Sandkasten in der Sahara. Männer waren es im Übrigen die das weltweite Finanzsystem ins Wanken gebracht haben. Männer sind es, die Kriege führen und sich für unwiderstehlich halten. Männer glauben, sie haben die Weissheit mit Löffeln gefressen und Männer sind es, die grosskotzig über das Wohl und Wehe einer Gesellschaft richten.

      Männer können auch im 21.Jahrhundert nicht damit umgehen, dass sich Frauen mit ihnen messen können, oftmals klüger agieren und so erfolgreicher sind. Ich bin überzeugt, dass alle die Männer, die sich hier über Frauen aufregen und diesen wirklich absonderlichen Mist auf die HB Leserwelt nieder prasseln lassen, in ihrem Leben nichts zu Stande gebracht haben.


    • Warum koennen wir nur hinsichtlich Berufswelt so schwer akzeptieren, dass es grundlegende Unterschiede zwischen Maennern und Frauen gibt?
      Wie groß ist der % an erfolgreichen Frauen im "regel-/barrierelosen internet? 1 zu 10? Sind daran auch die Maenner schuld? Das erscheint mir kaum nachvollziehbar. Oder spricht der Neid gegenüber erfolgreichen Menschen aus (meist) Damen, welche derartige Aussagen kritisieren?
      Ich wuerde gerne mal eine vernuenftige Analyse dazu lesen - bislang habe ich es noch nicht.

    • Man sollte bei solchen Gelegenheiten immer mal daran erinnern, das es Männer sind, die über Wohl und Wehe einer Gesellschaft entschieden haben, Kriege angezettelt haben, Päpste gehurt haben, und nicht die PäpstINNEN.
      Die Geldpäpste machen heute nichts anderes, nur scheinbar "humaner". Diese sind dafür verantwortlich das nur wer in einen Geldtopf fällt, auch ein "guter Mensch ist", oder nur wer ein guter Gläubiger ist, ist auch ein "guter Mensch".
      Frauen waren das nicht, das steht mal fest.
      Und damit sich das auch nicht ändert hat man Frauen viele "Wohltaten" gegönnt. Hauptsache sie machen sich für die Finanzwelt schön, gebären die Plagen, klatschen sich Verjüngscremes ins Gesicht und halten ansonsten das Maul, sonst kommt die eigene Potenz zu kurz, und darum gehts. Wer hat den längsten ...

    • Wir sollten den japanischen Beispiel folgen :
      Frauen treten in ein Unternehmen ein mit der Funktion als " Büroblume ".
      Nachdem kurzer,angemessener Zeit warten dann wichtigere Aufgaben in der Familie auf sie.

    • was reden Sie alle für einen Mist. Eine Frau hat wahrscheinlich um das 100fache mehr an Können und Entscheidungskraft als ein Mann. Nur der Mann sieht sich ständig als Retter. Dabei ist es so lächerlich, als ob dise Eigenschaft dazu dient (wenn sie überhaupt erfüllt wird) unser Leben besser zu machen. Im Gegenteil die Frauen sind es, die uns zu dem machen was wir sind. Und wer glaubt, dass Produktivität eine Frau mit Kindern nicht leisten können, dann sollten Sie mal den Job der Frauen machen und dazu noch arbeiten. Dann würde ich mir gerne mal die Fehlzeiten anschauen... Haha

    • Ach ja, und die nicht schönen Frauen, sollten sowieso keine Kinder bekommen dürfen. Punkt aus !

    • Als leitender Beamter sehe ich es ebenso. Frauen mit Kinder machen nur Probleme, andere müssen die Arbeit letztlich mitmachen. Die Qualität des öffentlichen Dienstes in der BRD ist so miserabel, weil aus politischen Gründen Frauen mit Kindern dort gefördert werden. Der Arbeitsoutput dieser Frauen ist miserabel, die Fehlzeiten extrem, die Einstellung zur Arbeit an sich ist ein Kündigungsgrund.

    • Recht hat er !

      Als AG würde ich schlicht und einfach keine Frauen mit Kindern einstellen. Das erspart Ärger, Geld, vergiftet nicht die Büroatmosphäre und ist somit besser für die Produktivität.

      Eine schöne Frau sollte sich sowieso nur von einem reichen Investmentbanker oder Profikicker schwängern lassen der auch ihren Lebensstandard finanziert anstatt ihre kostbare Zeit mit Arbeit zu verschwenden. So einfach ist das !

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