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Helen Giza Die neue FMC-Finanzchefin hat den US-Markt im Blick

Fresenius Medical Care gewinnt die britisch-amerikanische Wirtschaftsprüferin als neue Finanzvorständin. Helen Giza gilt als innovativ denkende Managerin.
Update: 28.08.2019 - 17:40 Uhr Kommentieren
Die neue Finanzchefin von Fresenius Medical Care hat bereits über 25 Jahre Managementerfahrung. Quelle: Fresenius
Helen Giza

Die neue Finanzchefin von Fresenius Medical Care hat bereits über 25 Jahre Managementerfahrung.

(Foto: Fresenius)

Frankfurt Helen Giza ist eine Weltenbürgerin: Die Britin hat zuletzt für den japanischen Konzern Takeda gearbeitet, kennt die USA wie ihre Heimat – und nun zieht es sie nach Deutschland: Als Finanzvorständin soll sie den im Dax gelisteten Dialysekonzern Fresenius Medical Care nach vorn bringen. Ab November übernimmt Giza das Amt von Michael Brosnan (64), der in den Ruhestand geht.

Die 51-Jährige bringt mehr als 25 Jahre Erfahrung in verschiedenen Managementfunktionen mit, war unter anderem in Finanz- und Controlling-Positionen bei den US-Unternehmen TAP Pharmaceuticals und Abbott Laboratories.

Ab 2008 führte die Wirtschaftsprüferin das Finanzressort von Takeda in den USA. 2018 wurde sie in die Leitung des japanischen Pharmakonzerns berufen und war für die Integration des Unternehmens Shire verantwortlich, das Takeda für 64 Milliarden Dollar gekauft hatte.

Noch-Arbeitgeber Takeda bescheinigt Giza eine nachgewiesene Erfolgsbilanz, wenn es darum geht, die Leistung und Profitabilität eines Unternehmens zu steigern. Die gebürtige Britin, die auch über einen amerikanischen Pass verfügt, gilt als strategisch und innovativ denkende Managerin.

Bei Fresenius Medical Care wird Giza eng mit dem Vorstandsvorsitzenden Rice Powell zusammenarbeiten. Der Dialysekonzern steht insbesondere im wichtigen US-Markt vor Herausforderungen. So will die US-Regierung die teure Versorgung nierenkranker Menschen verändern, die zum Großteil über die staatlichen Erstattungssysteme finanziert wird.

Künftig sollen mehr Patienten zu Hause behandelt werden, was mit neuen Vergütungsmodellen einhergeht. Außerdem will die US-Regierung Transplantationen bei Menschen mit Nierenversagen fördern. Fresenius Medical Care ist weltweiter Marktführer und betreibt insbesondere in den USA viele Dialysekliniken.

Im siebenköpfigen Vorstand von Fresenius Medical Care wird Giza die zweite Frau neben Katarzyna Mazur-Hofsäß sein, die seit einem Jahr die Regionen Europa, Naher Osten und Afrika verantwortet.

Mehr: In welcher Verfassung ist Bayer nach dem Monsanto-Kauf? Und wie schlägt sich der Dax-Neuling Wirecard? Was die Bilanzen der Dax-Konzerne verraten.

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