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Herman Hollerith machte aus seinem Talent ein großes Geschäft Herman Hollerith: Als Löcher zu Daten wurden

Herman Hollerith machte aus seinem Talent für Mathematik ein einträgliches Geschäft: Mit seinen Lochkartenmaschinen schuf er die Grundlage für die moderne Datenverarbeitung – und für die Entstehung des heute größten Computerkonzerns der Welt, IBM
  • Helge Hesse

Der kleine Herman war ein schwieriges Kind. Von wachem Geist, doch mit verschlossenem Charakter, litt der jüngste Spross der angesehenen Familie Hollerith unter einer Rechtschreibschwäche. Der Lehrer in der Schule tat sein Bestes, sie zu beheben, doch Herman widersetzte sich vehement. Am Ende sprang er aus dem Fenster des Klassenzimmers im zweiten Stock, ging nach Hause und weigerte sich, die Schule je wieder zu betreten. Fortan mussten sich Privatlehrer um die Ausbildung des sturen Herman Hollerith kümmern.

Vielleicht ist es einem, der an einem 29. Februar – jenem nur alle vier Jahre im Kalender erscheinenden Schalttag – geboren wurde, ja in die Wiege gelegt, sich mit Zahlensystematik auseinanderzusetzen. Herman Hollerith jedenfalls machte aus seinem Talent für Mathematik ein einträgliches Geschäft: Mit seinen Lochkartenmaschinen schuf er die Grundlage für die moderne Datenverarbeitung – und für die Entstehung des heute größten Computerkonzerns der Welt, IBM.

Herman Hollerith wurde 1860 als Sohn eines Professors aus der Pfalz geboren. Sein Vater war in Folge der politischen Unruhen des Jahres 1848 nach Amerika ausgewandert. Durch harte Arbeit hatte er es zu Wohlstand gebracht, er besaß Ländereien in Wisconsin und Minnesota. Herman, das jüngste seiner drei Kinder, erwies sich als außerordentlich begabt. Nach dem Studium der Ingenieurwissenschaften an der an der Bergbauschule der Columbia-Universität wurde er Assistent bei Professor W.T. Trowbridge, der später als Hauptsachverständiger für die amerikanische Volkszählung arbeitete.

Dass Daten damals noch per Hand ausgewertet wurden, schien Hollerith zu umständlich und arbeitsintensiv. John Shaw Billings, ein Arzt und hochrangiger Mitarbeiter der Zensusbehörde, brachte ihn bei einem Abendessen auf eine Idee, wie es einfacher gehen könnte: Die Lösung für die Verkürzung der Auszählung läge darin, die meiste Arbeit von Maschinen ausführen zu lassen.

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