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Hintergrund zum Mannesmann-Prozess „Projekt Friedland“ gegen eine feindliche Übernahme

Die Mannesmann AG hatte unter dem Tarnnamen "Projekt Friedland" eine Abwehrstrategie für den Fall einer feindlichen Übernahme entwickelt. Investmentbanker, Fachanwälte und Experten aus dem eigenen Haus arbeiteten bereits seit 1997 an einem umfangreichen "Verteidigungs-Handbuch".

HB DÜSSELDORF. Nach dem Übernahme-Angebot durch Vodafone Ende 1999 musste sich die Strategie in der größten Übernahmeschlacht aller Zeiten bewähren. Aber sie konnte das Ende des Traditionskonzerns Mannesmann nicht verhindern. Mit dem Codewort Friedland berief sich Mannesmann wohl bewusst auf den Generalissimus und Fürsten von Friedland, Albrecht Wenzel Eusebius von Wallenstein. So wie der Friedländer Wallenstein im Dreißigjährigen Krieg die Dänen vom Festland vertrieb, wollten es die Mannesmänner mit Vodafone tun.

Wegen seiner breiten Aktionärsstruktur galt der Konzern als stark übernahmegefährdet. Durch den Erfolg im Mobilfunk (D2) war Mannesmann extrem attraktiv geworden. Zu den Abwehrmaßnahmen zählten unter anderem mögliche Firmenzukäufe (die so genannte Giftpille), um den Wert des Unternehmens zu verteuern, oder die Suche nach einem "weißen Ritter", der die Kaufofferte des Angreifers konterte.

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