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Håkan Samuelsson Ermittlungen gegen Ex-MAN-Chef offenbar eingestellt

Wegen der Schmiergeldaffäre bei MAN muss Håkan Samuelsson offenbar keine strafrechtlichen Konsequenzen fürchten. Die Ermittlungen sollen gegen eine Spende eingestellt worden sein – eine Bestätigung steht noch aus.
22.08.2013 Update: 22.08.2013 - 15:21 Uhr 1 Kommentar
Die Staatsanwaltschaft München hatte im vergangenen September Ermittlungen wegen des Verdachts der Bestechung gegen den damaligen MAN-Chef Håkan Samuelsson eingeleitet. Quelle: dpa

Die Staatsanwaltschaft München hatte im vergangenen September Ermittlungen wegen des Verdachts der Bestechung gegen den damaligen MAN-Chef Håkan Samuelsson eingeleitet.

(Foto: dpa)

München Ex-MAN-Vorstandschef Håkan Samuelsson muss wegen der Schmiergeldaffäre bei dem Münchner Lastwagenbauer nach eigener Aussage keine strafrechtlichen Konsequenzen mehr fürchten. Die schwedische Zeitung „Dagens Industrie“ (Donnerstag) zitiert den heutigen Volvo-Chef mit den Worten, die Münchner Staatsanwaltschaft stelle die Ermittlungen gegen ihn ein, im Gegenzug zahle er 500 000 Euro für wohltätige Zwecke. Die Ermittler wollten den Bericht am Donnerstag in München nicht bestätigen und machten auch keine Angaben zum aktuellen Stand des im September 2012 eingeleiteten Verfahrens.

Die Staatsanwaltschaft hatte damals Ermittlungen wegen des Verdachts der Bestechung gegen Samuelsson und seinen früheren Finanzvorstand Karlheinz Hornung eingeleitet. Zuvor hatten Zeugen im Prozess gegen den Ex-Chef der Nutzfahrzeugsparte von MAN, Anton Weinmann, ausgesagt, Samuelsson und Hornung seien früher als bis dahin bekannt über Korruptionspraktiken unterrichtet gewesen. Das Verfahren gegen Hornung wurde bereits im Juli eingestellt, „weil eine Straftat nicht nachgewiesen werden konnte“, wie die Behörde mitteilte. Darüber hatte auch das „Manager Magazin“ berichtet.

Samuelsson hatte seinen Posten an der Spitze des damaligen Dax-Konzerns nach Aufdeckung zahlreicher Korruptionsfälle 2009 verlassen. Unter anderem in Slowenien hatten MAN-Mitarbeiter lange den Verkauf von Lastwagen mit millionenschweren Schmiergeldern angekurbelt. Laut der Zeugen habe Samuelsson davon früh erfahren. Der Manager sieht in seiner Zahlungsbereitschaft aber kein Schuldeingeständnis, wie er der schwedischen Zeitung gegenüber betonte. Er habe zuerst gedacht, er werde die Sache vor Gericht austragen, sehe die Sache nun aber pragmatischer, sagte Samuelsson.

Er habe an der Spitze von Volvo nicht die Zeit, um sich einem Verfahren zu stellen. An einer anderen Front droht dem Schweden aber weiter Ungemach. Die VW-Tochter MAN fordert in einem Zivilverfahren weiter 237 Millionen Euro Schadenersatz. Das Verfahren läuft noch. Wie andere Manager, ist Samuelsson über eine Manager-Versicherung gegen solche Forderungen versichert - doch im Fall von Vorsatz, also bei einer Straftat, zahlen diese meist nicht. Offen ist, ob mit einer Einstellung der Ermittlungen auch hier eine Einigung zu erwarten ist.

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    Samuelssons Ablösung 2009 hatte für den Großaktionär VW und Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch den Weg freigemacht, die angestrebte Lastwagen-Allianz von MAN und Scania voranzutreiben. Der ehemalige Scania-Vorstand Samuelsson hatte als MAN-Chef 2006 erfolglos versucht, Scania feindlich zu übernehmen und die Eigenständigkeit von MAN zu sichern. Der DAX-Konzern hatte wegen der Schmiergeldaffäre ein Bußgeld von 150 Millionen Euro an die Justiz gezahlt und damit 2010 einen Schlussstrich ziehen können.

    • dpa
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    1 Kommentar zu "Håkan Samuelsson: Ermittlungen gegen Ex-MAN-Chef offenbar eingestellt"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Ab einem gewissen Einkommen zählen die Gesetze nicht mehr. Man kann sich dann freikaufen.

      Wie es eben in einer Bananenrepublick so ist!

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