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Ikea-Mitarbeiter Gillis Lundgren Der Erfinder des Billy-Regals ist tot

Gillis Lundgren war im Jahr 1953 der vierte Mitarbeiter von Ikea – und einer der wichtigsten des Möbelkonzerns. Ende der 1970er-Jahre erfand er das Billy-Regal, jetzt ist der Designer verstorben.
Erfinder Gillis Lundgren starb mit 86 Jahren. Quelle: Imago
Billy-Regal

Erfinder Gillis Lundgren starb mit 86 Jahren.

(Foto: Imago)

Stockholm/Frankfurt Gillis Lundgren, der Erfinder des Billy-Regals, ist gestorben. Das bestätigte eine Sprecherin von Ikea Deutschland am Montagabend. Wie die schwedische Zeitung „Aftonbladet“ berichtete, verstarb der 86-jährige Designer bereits am 25. Februar.

„Wir kannten Gillis als einen Mann voller Ideen“, sagte Konzernsprecherin Malin Sennevall der Zeitung. Er sei es auch gewesen, der auf die Idee kam, die Möbel in flache Pakete zu verpacken. Gillis habe 1953 als vierter Mitarbeiter angefangen und zahlreiche Klassiker für den Möbelkonzern entworfen.

1979 sei das von ihm kreierte Bücherregal Billy in den Verkauf gegangen. Innerhalb von 30 Jahren (2009) wurde es weltweit 41 Millionen Mal verkauft.

Ikea machte zuletzt einen Rekordumsatz von 31,9 Milliarden Euro. Der weltgrößte Möbelhändler profitierte dabei von einem Rekordgeschäft in Deutschland, seiner Expansion in China und dem stark gewachsenen Online-Handel profitiert. Im Geschäftsjahr bis Ende August 2015 verdiente der Konzern 3,5 Milliarden Euro, 5,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Dies verstärke die stabile finanzielle Basis für künftige Investitionen, die unter anderem weiter in erneuerbare Energien fließen sollen.

Die Super-Trends vom Schweden-Riesen
Die Heimat von Ikea
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Der Geburtsort des Mythos: In unscheinbaren grauen Bürokästen im verschlafenen schwedischen Städtchen Älmhult residiert die Ikea-Zentrale. Von hier wird das globale Imperium mit knapp 150.00 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 29 Milliarden Euro minutiös gesteuert. So verspielt sich der Konzern nach außen hin gibt – hier wird nichts dem Zufall überlassen. Im Bild ist das Ikea Kulturzentrum, das im Keller auch ein kleines Museum beherbergt, das an die Anfänge des Konzerns erinnert. 2016 öffnete genau gegenüber ein neues, großes Ikea-Museum.

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Der Ikea-Chef
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Die Konzernführung tritt locker auf, alle sind per du, selbst Chef Peter Agnefjäll wird nie mit Krawatte gesehen. „Wir müssen verstehen, was die Wünsche der Kunden sind und wir müssen sie erfüllen“, gibt Agnefjäll die Richtung vor. Dazu werden aufwendige Kundenbefragungen in Auftrag gegeben, fast jeden Tag besuchen Researcher von Ikea gemeinsam mit Produktentwicklern Kunden in ihren Häusern und Wohnungen um ihre Gewohnheiten zu erforschen und so auf Ideen für neue Produkte zu kommen.

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Das Entwicklungszentrum
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Im Design-Center in der Konzernzentrale entstehen viele der Ideen für die rund 2.000 Produkte, die jedes Jahr neu in die Kataloge aufgenommen werden. Im großen Aufenthaltsraum herrscht eine Atmosphäre fast wie bei einem Start-up.

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Prototypen-Bau
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Die Entwicklung ist auf höchstem Standard, bereits seit 2003 nutzt Ikea auch 3D-Drucker. Hier das Modell eines Wasserhahns frisch aus dem Drucker. Die meisten Prototypen entstehen jedoch ganz traditionell in der Werkstatt mit handwerklichen Methoden aus Original-Werkstoffen.

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Die Arbeit der Entwickler
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Neue Kollektionen entstehen in Kooperation aus internen oder externen Designern zusammen mit Produktentwicklern. James Futcher ist verantwortlich für die Weiterentwicklung der PS Kollektion für das Produktjahr 2017: „Wir entwickeln einen neuen Zugang zum Thema Komfort, wir wollen damit die junge Generation aus der Stadt erreichen.“ Unter den Ideen sind Decken im Stil von Schlafsäcken oder Sessel mit 3-D-Strick wie ihn z.B. Nike für seine Turnschuhe verwendet.

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Die Kollektion von Katie Eary
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Um dem Programm einen Touch Avantgarde zu geben, arbeitet Ikea jetzt mit international bekannten Modedesignern zusammen. So hat die Herrenmodedesignerin Katie Eary eine farbenfrohe Kollektion mit Geschirr, Textilien und Notizbüchern entworfen, die unter dem Namen „Giltig“ im März 2016 in die Möbelhäuser kamen.

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Designs aus Indien
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Der Designer Martin Bergström, der sonst Stoffmuster für Couture-Häuser in Paris entwirft, ist im Auftrag von Ikea nach Indien gereist, um dort mit Studenten des National Institute of Fashion Technology in Neu Delhi moderne indische Motive in schwarz-weiß zu entwickeln.

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„Es war ein sehr gutes Jahr für Schlafzimmer“, bilanzierte Konzernchef Peter Agnefjäll. „Das hat unser Wachstum im vergangenen Jahr wirklich angetrieben und uns zu einem starken Ergebnis verholfen.“ Die Preise für die Kunden hätten dank geringerer Beschaffungskosten gesenkt werden können. Auch das neue Geschäftsjahr sei gut gestartet, sagte der Ikea-Chef im Dezember.

Insgesamt betreibt Ikea 330 Einrichtungshäuser in 28 Ländern. Darüber hinaus gibt es mehr als 40 Einrichtungshäuser, die von Franchise-Nehmern geleitet werden.

  • dpa
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