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Indischer Textilclan Lugani wächst in der Nische Geschwindigkeit ist alles

Die Geschichte des Inders Sushrut Kumar Lugani beginnt so, wie die meisten Geschichten von Migranten-Unternehmern: Der junge Diplomat sollte nur wenige Jahre in Deutschland bleiben – und blieb für immer. Das Außenministerium in Neu-Delhi entsandte ihn 1959 nach Frankfurt, um das Indische Handelszentrum aufzubauen. Was Sushrut und seiner Frau Nirmal auffiel: „Kleidung in Deutschland ist sehr teuer und wenig modisch.“
  • Dietmar Petersen

RATINGEN. Nirmal Lugani beginnt 1967 mit dem Import indischer Mode – und legt den Grundstein der heutigen Lugani-Gruppe in Ratingen bei Düsseldorf. Damals öffnet sich der Zeitgeist für indische Inspirationen. Europa-müde Hippies fliehen nach Goa am Indischen Ozean. Und Nirmal begeistert deutsche Frauen für indisches Design. Sie etabliert ihr erstes Mode-Label.

Längst haben die Luganis die Ethno-Nische verlassen, „auch wenn das Ethno-Thema uns weiterhin Inspirationen aus aller Herren Länder liefert – von Glamour- bis Boheme-Chic“, sagt Junior Sushrut Lugani. Seit Jahren führt der 50-Jährige das Familienunternehmen. „Unsere Strategie: Geschwindigkeit ist alles“, sagt er. „Wir aktualisieren unsere Kollektionen – Spider, New Morrigan, Select, Visa – alle sechs bis acht Wochen. So können wir jeden Modetrend bedienen.“

Beliefert werden Kaufhof und Karstadt sowie große Filialisten. Den Umsatz der Gruppe – im zweistelligen Euro-Millionenbereich – nennt die Familie, mag ihn aber nicht veröffentlicht sehen.

Die vier Lugani-Kinder – Sushrut jun. und seine drei Schwestern – wurden in Indien geboren und haben in Deutschland studiert (Betriebswirtschaft, Medizin, Psychologie und Design) und arbeiten alle im Unternehmen. Die Lugani-Gruppe: eine klassische deutsche Familienfirma – mit indischem Namen.

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