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Industriekonzern Lufthansa-Chef Spohr legt Aufsichtsratsmandat bei Thyssen-Krupp nieder

Carsten Spohr macht den Weg frei: Die designierte Thyssen-Krupp-Chefin Martina Merz kann durch seinen Rückzug weiterhin Aufseherin bei der Lufthansa bleiben.
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Mit der Niederlegung seines Mandats ermögliche Spohr es Merz, Aufsichtsratsmitglied bei der Lufthansa zu bleiben. Quelle: AFP
Carsten Spohr

Mit der Niederlegung seines Mandats ermögliche Spohr es Merz, Aufsichtsratsmitglied bei der Lufthansa zu bleiben.

(Foto: AFP)

Düsseldorf Carsten Spohr ist nicht mehr länger Aufsichtsratsmitglied bei Thyssen-Krupp. Der Lufthansa-Chef legt sein Mandat mit sofortiger Wirkung nieder, wie der Industriekonzern am Donnerstagabend mitteilte. Spohr war seit 2013 Aufseher.

„Die Niederlegung erfolgt, um das Entstehen einer Überkreuzverflechtung infolge der geplanten Bestellung von Martina Merz zur Vorstandsvorsitzenden auszuschließen“, heißt es in der Mitteilung von Thyssen-Krupp. Aufsichtsratschefin Martina Merz soll nach Zustimmung des Kontrollgremiums für maximal zwölf Monate zur Interimschefin bei Thyssen-Krupp werden und Vorstandschef Guido Kerkhoff ablösen.

Merz ist zugleich aber auch Aufseherin bei der Lufthansa. Mit der Niederlegung seines Mandats ermöglicht Spohr es Merz, Aufsichtsratsmitglied bei der Lufthansa zu bleiben.

Am Dienstagabend hatte die Aufsichtsratsspitze dem Gremium Kerkhoffs Rauswurf empfohlen. Angekündigt hatte dieser sich schon länger. In den vergangenen vier Monaten sei eine Reihe von Kandidaten angesprochen worden, hieß es im Umfeld des Aufsichtsrats. Dazu sollen unter anderem der frühere Kuka-Chef Till Reuter zählen wie auch Ex-ABB-Boss Ulrich Spiesshofer. „Alle interessanten Kandidaten haben dann aber abgesagt“, so informierte Kreise.

Letztlich blieb Merz nur, den Posten selbst zu übernehmen. Gedrängt habe sie sich auf die Position nicht, erklärte eine Quelle aus ihrem Umfeld. Klar war aber, dass es mit Kerkhoff nicht weitergehen konnte. Zu langsam sei der Konzernumbau gelaufen, und Einsparungen seien in vielen Fällen lediglich angekündigt, aber nicht wirklich umgesetzt worden, hieß es im Umfeld des Aufsichtsrats.

Mehr: Thyssen-Krupp droht die endgültige Zerschlagung. Im Hintergrund tobt der Machtkampf um eine Sonderdividende.

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