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Infiineon-Chef Bauer Von der Übergangslösung zum Heilsbringer

Als Peter Bauer den Chefposten bei Infineon übernahm, galt er nur als Zwischenlösung. Doch mit vielen Einschnitten reformierte er den Chip-Hersteller und verhalf ihm zum Erfolg. Jetzt gibt er den Job auf – unfreiwillig.
01.08.2012 - 21:33 Uhr Kommentieren
Peter Bauer muss den Posten als Vorstandsvorsitzender aufgeben. Er leidet an Osteoporose. Quelle: dapd

Peter Bauer muss den Posten als Vorstandsvorsitzender aufgeben. Er leidet an Osteoporose.

(Foto: dapd)

München Er hat genau nachgezählt: 17-mal habe er als Chef die Quartalszahlen präsentiert, sagte Infineon-Chef Peter Bauer gestern in einer Telefonkonferenz mit Analysten.

Ein 18. Mal wird es nicht geben. Die nächsten Ergebnisse im November wird Reinhard Ploss vorstellen. Der war bisher für die Technik in dem Konzern zuständig und ist der designierte Nachfolger von Bauer an der Spitze der ehemaligen Siemens-Tochter. Bauer hört zum Ende des Geschäftsjahrs am 30. September auf.

Es ist nicht so, dass der 52-jährige Münchener freiwillig geht. Er hätte gerne noch bewiesen, dass sich der von ihm eingeleitete Umbau des einst hochdefizitären Unternehmens langfristig auszahlt.

Doch sein Körper will nicht mehr. Der begeisterte Sportler leidet an Osteoporose, einer Knochenkrankheit. So kann der drahtige Mann die kräftezehrenden Reisen rund um die Erde nicht länger durchstehen. Deshalb entschloss er sich, seinen Job aufzugeben und sich darauf zu konzentrieren, gesund zu werden.

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    Doch aus einem macht Bauer keinen Hehl: Es ärgert ihn, dass er abtreten muss. Denn er hinterlässt ein unvollendetes Werk. Den Anlegern hatte er versprochen, über einen vollen Konjunkturzyklus in der schwankungsanfälligen Chipbranche hinweg eine operative Marge von 15 Prozent einzufahren. Die vergangenen zwei Jahre waren für die Industrie gut, da lag er darüber. Nun ist der Abschwung da, und es wird sich zeigen, ob Bauer Infineon wirklich wetterfest gemacht hat.

    Der verheiratete Vater zweier Kinder wird die Entwicklung vom Herbst an nur noch von seinem Reihenhaus im Münchener Stadtteil Nymphenburg verfolgen können.

    Bislang kann er mit sich zufrieden sein. Zahlreiche Analysten verabschiedeten sich von Bauer gestern mit einigen persönlichen Worten, ehe sie aufs Geschäftliche zu sprechen kamen. Und Bauer setzte noch einmal Akzente: „Wo wir sparen können, sparen wir jetzt“, erläuterte er. Denn Umsatz und Ergebnis würden sich derzeit nicht so entwickeln wie geplant.

    Eigentlich schon am Anfang angezählt
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