Innovation in Unternehmen Die besten Ideen kommen aus den USA

Deutsche Unternehmen verlieren an Innovationskraft. So sehen es Manager in einer weltweiten Umfrage. Im Ranking der Boston Consulting Group fallen BMW, Allianz und Siemens weit zurück. Nur eine Branche behauptet sich.
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Dem Elektro-Pionier trauen die Manager aus aller Welt mehr zu als den deutschen Autobauern. Quelle: dpa
Model X von Tesla

Dem Elektro-Pionier trauen die Manager aus aller Welt mehr zu als den deutschen Autobauern.

(Foto: dpa)

DüsseldorfWenn es um neue Ideen für den Handel geht, ist Amazon vorn dabei. Seit Jahren treibt das Unternehmen die Entwicklung des E-Commerce voran. Künftig wollen die Amerikaner den Markt für frische Lebensmittel aufrollen; der neue Dienst Amazon Fresh könnte bald nach Deutschland kommen. Auch in der IT mischt Amazon mit neuen Ideen mit – etwa mit dem digitalen Sprachassistenten Alexa.

Das Treiben der Amerikaner wird von vielen Managern gefürchtet, aber auch bewundert. Amazon hat sich mittlerweile einen starken Ruf als Ideengeber erarbeitet. Das schlägt sich in einer aktuellen Umfrage des Beratungsunternehmens Boston Consulting Group unter 1500 CEOs aus aller Welt nieder. Sie sollten angeben, welche Firmen sie in ihrer Branche und in der gesamten Unternehmenslandschaft als besonders innovativ ansehen.

Das sind die größten US-Konzerne in Deutschland
Platz 10: Apple
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Apple Deutschland setzte im vergangenen Jahr etwa 5,5 Milliarden Euro um, schätzt die amerikanische Handelskammer AmCham in einer neuen Studie – rund 400 Millionen Euro mehr als noch 2014. Im Ranking der umsatzstärksten US-Unternehmen in Deutschland belegt der Technologiekonzern somit den zehnten Rang. Hierzulande beschäftigt Apple 2200 Mitarbeiter. Die Entwicklung ist durchaus beachtlich, denn vor einem Jahr waren es nur rund 1000. In Deutschland gibt es insgesamt 14 Stores, je zwei in Hamburg und München.

Platz 9: General Electric
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Der große Siemens-Rivale ist noch neuntgrößter US-Konzern in Deutschland. Zwar steigerte GE Deutschland im vergangenen Jahr seinen Umsatz nach den neuesten Schätzungen auf 5,8 Milliarden Euro. Im Jahr davor waren es fünf Milliarden. Allerdings wurden die Schätzungen jetzt für mehrere zurückliegenden Jahre deutlich herabgesetzt. Das Bilanzrecht gestattet es den Konzernen, keine detaillierten Bilanzkennzahlen für einzelne Länder zu veröffentlichen.

Platz 8: Hewlett Packard
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Ein etwas kompliziertes Unternehmensgeflecht: Die Hewlett Packard GmbH existiert als deutsche Tochter der Hewlett Packard Enterprise neben der HP Deutschland als Tochter der HP Inc. Die US-Gesellschaften haben sich aufgespalten. In Deutschland haben aber beide einträchtig ihren Sitz in demselben Gebäudekomplex in Böblingen. Die Hewlett Packard GmbH setzte im vergangenen Jahr 5,9 Milliarden Euro um.

Platz 7: Philip Morris
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Geraucht wird immer. Jahr für Jahr steigert Philip Morris Deutschland seine Umsätze. 2015 legten sie in Deutschland um rund 200 Millionen Euro auf 6,3 Milliarden Euro zu. Keineswegs steigt die Zahl der Raucher, aber der Staat kommt den Zigarettenfirmen indirekt zu Hilfe: Immer wenn die Steuern auf die Glimmstängel steigen, langen auch die Konzerne ein wenig mehr zu. Das treibt die Umsätze und Gewinne. Den Marlboro-Mann freut's.

Platz 6: Philipps 66
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Bekannter ist das Unternehmen unter dem Namen „Jet“. Die rund 620 Tankstellen in Deutschland lieferten 2015 einen Gesamtumsatz von 6,9 Milliarden Euro. Phillip 66 ist das abgespaltene und eigenständige Geschäft des US-Öl-Multis Conoco Phillips.

Platz 5: IBM
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„Big Blue“ ist in Deutschland schon seit 1910 mit der Dehomag, dem deutsche Vorgänger der IBM, präsent. 1949 erfolgte die Umbenennung in „Internationale Büro-Maschinen Gesellschaft mbH“, später setzt sich das Kürzel IBM durch. In der Deutschland-Zentrale in Ehningen arbeiten 3000 Mitarbeiter, insgesamt beschäftigt IBM hierzulande 16.500 Mitarbeiter. IBM Deutschland setzte im vergangenen Jahr schätzungsweise 7,3 Milliarden Euro um – 300 Millionen Euro mehr als 2014.

Platz 4: Exxon Mobil
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Mit einem Umsatz von 9,5 Milliarden Euro (2,6 Milliarden weniger als im Vorjahr) verlor Exxon mit seiner in Deutschland bekannten Marke „Esso“ einen Platz im Umsatzranking, genauso wie schon im Jahr davor. Grund dafür ist aber kein Tank-Streik der Deutschen: Vielmehr wurde der Ölpreis und damit auch das Benzin zur Freunde der Verbraucher immer billiger. Das schmälert die Umsätze.

Amazon schafft in der diesjährigen Umfrage den Sprung von neun auf fünf. Ein weiterer Aufsteiger ist der Streaming-Anbieter Netflix, der auf Platz sechs landete. Die Spitzengruppe wird weiterhin vom Silicon Valley dominiert: Apple auf Platz eins, gefolgt von Google und dem Elektroautohersteller Tesla.

Tesla trauen die Manager aus aller Welt offenbar mehr zu als den deutschen Autobauern. Denn die sind in dem aktuellen Ranking von BCG zurückgefallen. BMW belegt nun nur noch den 14. Rang, nach Platz sieben im Vorjahr. Daimler rutschte von zehn auf 16 ab. Insgesamt hat das Image deutscher Konzern in puncto Innovationskraft gelitten. Die Allianz rutschte von Platz 25 auf 33 ab, Siemens von 30 auf 45.

„Das Ergebnis sollte ein Weckruf für deutsche Unternehmen sein“, sagt BCG-Deutschlandchef Carsten Kratz. Viele seien zwar innovativ, würden aber global nicht so wahrgenommen.

Immerhin: Die deutschen Chemiekonzerne schnitten in der Umfrage gut ab. Bayer verteidigte als bestes deutsches Unternehmen Platz elf in dem Ranking. BASF schaffte den Sprung von Platz 29 auf 20. Bemerkenswert ist, dass es Volkswagen in der aktuellen Umfrage gar nicht mehr unter den Top 50 der innovativsten Unternehmen geschafft hat.

In das Ranking floss neben den Einschätzungen der CEOs auch die Performance der Unternehmen ein. BCG hat dazu einen Mix aus Umsatz- und Gewinnwachstum herangezogen.

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2 Kommentare zu "Innovation in Unternehmen: Die besten Ideen kommen aus den USA"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Herr Mark Hoffmann11.01.2017, 15:09 Uhr
    Es langt schon, wenn wir mit der Grün-Sozialistischen Merkel wieder in einen grün-linken"Nazi-Deutschland" wieder angekommen sind.

    Herr Peter Spiegel11.01.2017, 16:13 Uhr
    Obama hat in Nazi-Deutschland Asyl beantragt. Kim Jong-un hat es genehmigt.

    Herr Peter Spiegel11.01.2017, 16:34 Uhr
    Nazi-Krankenkasse plant Lager für adipöse Menschen in Nord-Korea.

  • Die "Boston Consulting Group" sieht amerikanische Firmen vorn? Aaaahahahahhaa, neiiin, so eine Überraschung!

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