Insiderbericht Ackermann plant offenbar Rückzug bei Siemens

Die Zurich-Versicherung hat einen Nachfolger für Josef Ackermann gefunden. Doch der Ex-Deutsche-Bank-Chef steht offenbar vor dem nächsten Rückzug. Bei Siemens könnte er die Konsequenzen aus dem Chefwechsel ziehen.
Update: 11.09.2013 - 20:03 Uhr 11 Kommentare
Angeschlagener Ex-Deutsche-Bank-Chef: Josef Ackermann könnte sich als Aufseher bei Siemens zurückziehen. Quelle: Reuters

Angeschlagener Ex-Deutsche-Bank-Chef: Josef Ackermann könnte sich als Aufseher bei Siemens zurückziehen.

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ZürichJosef Ackermann legt nach dem Rücktritt beim Versicherungskonzern Zurich Kreisen zufolge auch sein Aufsichtsratsmandat bei Siemens nieder. Der frühere Deutsche-Bank-Chef ziehe damit die Konsequenzen aus den jüngsten Machtkämpfen bei dem Münchener Technologiekonzern, sagte ein mit den Plänen vertrauter Insider der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch.

Ackermann hat die Turbulenzen rund um den Chefwechsel bei Siemens mehrfach intern kritisiert und war einem Machtkampf mit Aufsichtsratschef Gerhard Cromme unterlegen. Siemens und ein Ackermann-Sprecher wollten sich zu den Angaben nicht äußern. Das Kontrollgremium der Münchner trifft sich am kommenden Mittwoch. Auch die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtete am Mittwoch vorab über einen möglichen Rückzug Ackermanns bei Siemens.

Ackermann war vor Kurzem als Verwaltungsratschef bei Zurich Insurance zurückgetreten, nachdem sich Finanzchef Pierre Wauthier das Leben genommen hatte. Auslöser des Rücktritts waren Vorwürfe der Witwe Wauthiers, wonach Ackermanns Führungsstil zu dem Suizid beigetragen haben soll. Der Verwaltungsratschef wurde zudem im Abschiedsbrief erwähnt. Der Schweizer hält diese Anschuldigungen für haltlos, hat aber wiederholt erklärt, dass ihn diese persönlich getroffen hätten. Am Donnerstag wird Ackermann zum ersten Mal seit seinem Rücktritt bei Zurich Insurance öffentlich auftreten. Anlass ist die Vorstellung des Buchs „Späte Reue“ seines langjährigen Sprechers Stefan Baron in Berlin.

Bei Siemens hatte sich Ackermann zunächst gegen die Entmachtung von Vorstandschef Peter Löscher gestellt, obwohl der Österreicher eine lange Reihe von Misserfolgen verbuchen musste. Insidern zufolge war Ackermann mit dem Manöver allerdings vor allem am Widerstand der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat gescheitert. Die gewerkschaftlich organisierten Kontrolleure hatten befürchtet, dass sich der Banker zum Aufsichtsratschef bei Deutschlands größtem Technologiekonzern emporschwingen könnte. Trotz einiger Mitstreiter auf der Kapitalseite war es ihm nicht gelungen, eine Mehrheit hinter sich zu vereinen. Am Ende wurde der bisherige Finanzvorstand Joe Kaeser zum neuen Siemens-Chef erkoren.

Ackermann sitzt auch beim Mineralölkonzern Shell im Aufsichtsrat sowie in der Investment-Holding der schwedischen Industriellenfamilie Wallenberg.

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11 Kommentare zu "Insiderbericht: Ackermann plant offenbar Rückzug bei Siemens"

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  • Einen derartigen "Manager" -ohne jegliche Moral, Anstand und Ethik möchte ich nicht zu keinem Zeitpunkt in meinem Aufsichtsrat haben- hätte ihn schon längst im hohem Bogen und hochkant rausgeworfen. Er bringt ein ganzes Unternehmen in Verruf. Und so einer sitzt bei Merkel im Wohnzimmer und wird von ihr protegiert? Das lässt charakterliche Rückschlüsse auf Merkel zu. Ich erwarte von der Deutschen Judikative das er zur Verantwortung gezogen wird und ihm schnellstmöglich der Prozess gemacht wird. Aus seinen zahlreichen, schwerwiegenden Vergehen reicht allein die Libor-Zins-Manipulation. Das an seinen Händen zwischenzeitlich auch "Blut klebt" ist ein zutiefst trauriger Höhepunkt: Wauthier hinterlässt eine Frau und zwei Kinder...Den hinterbliebenden Kinder ist es die Gesellschaft "verdammt nochmal schuldig", das dies gesühnt wird.

  • its time to say good bye: der ältere Herr scheint sich aus dem operativen Geschäft zurückzuziehen.
    Die Hände wird deswegen wohl kaum einer in den Schoß legen.
    Gönnen wir ihm seinen Erfolg: eine saftige Weltwirtschaftskrise, die mehr als lediglich ein kleines Menschenleben gekostet hat - und fürderhin kosten wird.

  • Dieser Aussage ist nichts hinzuzufügen.

  • Es muss jede Firma für sich selbst entscheiden, ob ein Mann in ihrem Aufsichtsrat haltbar ist, der von einem Toten beschuldigt wird. Firmenrufschädigung hin oder her, ich wollte mit so einem Menschen in keinem Fall mehr zusammenarbeiten. Ich könnte ihm nicht die Hand zum Gruße reichen.

  • Wie viel Dreck muss dieser Machtmensch am Stecken haben, dass er aus eigenen Stücken aufgibt. Alle Staatsanwälte sollten nun noch härter ermitteln, bevor Ackermann irgendwo unerreichbar abtaucht.

  • Ackermann ist einer der Hauptverantwortliche am Entstehen von Finanzkrisen der letzten Jahre. Als eine der Gallionsfiguren in dieser Branche neben Leuten wie Dibelius von Goldman Sachs hat er mit seinem 25% Vorgabeziel die ganze Branche unter einen unmoralischen Leistungsdruck und Wettbewerb gesetzt, so dass irrwitzige Produkte erdacht und vertrieben wurden. Keinen Skandal hat dieser selbstverliebte Gesellschaftsspalter und scheinheilige Katholik ausgelassen um viele rechtschaffende Menschen abzuzocken um sich und einigen Wenigen die Taschen voll zu machen. Leider hat sich kürzlich der falsche umgebracht.

  • Der Reiche: Du bist mir zu schlau. Ich sehe, dass du unschuldige Menschen dazu verleitest, etwas zu sagen, was sie nicht sagen wollen, um so Macht über ihre Seelen zu gewinnen.
    Der Tod: Bist du nicht dadurch reich geworden, dass du unschuldige Menschen dazu verleitet hast, dir Dinge zu geben, die sie dir nicht geben wollten, um so Macht über sie zu bekommen?

    Keltische Weisheit

  • Der Reiche: Ich habe nie etwas getan, das große Strafe verdienen würde. Ich habe niemanden umgebracht, ich bin meiner Frau treu gewesen. Ich habe ein unbescholtenes Leben geführt.
    Der Tod: Warum bist du so sicher, dass du dir nichts vorzuwerfen hast?
    Der Reiche: Du glaubst mir nicht? Frage alle Menschen meiner Umgebung. Sie alle schätzen mich als ehrenwerten Mann.
    Der Tod: Genießt du diese Wertschätzung? War der Respekt anderer der Grund dafür, dass du tadellos gelebt hast?
    Der Reiche: Wenn ich ja sage, wirst du mich der Sünde des Stolzes anklagen. Wenn ich Nein sage, wirst du mich unehrlich heißen.
    Der Tod: Glaubst du, tadellos gelebt zu haben, reiche aus?
    Der Reiche: Ich habe nicht nur keine großen Sünden begangen, sondern auch viel Gutes getan. Ich habe Obdachlose beherbergt und Bettlern etwas zu essen gegeben. Ich habe nie einen Armen von meiner Tür gewiesen.
    Der Tod: Waren diejenigen, die in den Genuss deiner Güte gekommen sind, dafür dankbar?
    Der Reiche: Diese Dankbarkeit habe ich erwartet. Jemand, der sich nicht bedankt, bekommt von mir nur einmal etwas, aber kein zweites Mal.
    Der Tod: Warum sollten diese Menschen sich bei dir bedanken?
    Der Reiche: Weil ich hart gearbeitet habe, mir meinen Reichtum zu erwerben, während sie nichts getan haben.
    Der Tod: Und bei wem bedankst du dich für den Reichtum, der dir zuteil geworden ist?
    Der Reiche: Du versuchst wieder, mich aufs Glatteis zu führen. Du willst, dass ich sage, ich habe niemandem zu danken, weil ich meinen Reichtum verdiene. Aber ich falle nicht auf dich herein. Ich gehe jeden Sonntag zur Kirche und danke Gott für seinen Segen.
    Der Tod: Warum sagst du also den Armen nicht, sie sollten sich bei Gott für das bedanken, was du ihnen gibst?
    Der Reiche: Du bist mir zu schlau. Ich sehe, dass du unschuldige Menschen dazu verleitest, etwas zu sagen, was sie nicht sagen wollen, um so Macht über ihre Seelen zu gewinnen.

  • Wenn er schlau ist, zieht er sich schnell zurück.

    Die Zeit der Falken geht zu Ende, wie man am Syrien Konflikt gerade sieht. Und der nette Herr Ackermann ist ein ethischer Dinosaurier. Und bevor er sich so blamiert, wie der Mr. Obama, sollte er schnell untertauchen. Wann endlich begreifen diese Falken, dass ihre Zeit abgelaufen ist?

    Erkenne die Zeichen der Zeit, Sommerzeit beginnt gerade


  • Diese Typen der Sorte Ackermann haben genug Schaden angerichtet und sollten endlich hinter Gitter kommen.
    Es ist Zeit, dass diesen Typen der Prozess gemacht wird.
    Auf Schweizer Presseseiten wurden auch berichtet, dass es eine Vorladung von Ackermann wegen Prozessbetruges geben soll.

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