Insolvenzverwalter Martin Prager Der Mann, der BenQ Mobile retten soll

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„Er nimmt das Menschliche immer sehr ernst“, sagt Michael Pluta über Martin Prager. Pluta hat Prager vor einigen Jahren in seine Kanzlei geholt. Die Pluta Rechtsanwalts GmbH ist die Nummer fünf unter den größten deutschen Insolvenzverwaltern. Mittlerweile leitet Prager das Geschäft in Bayern mit Büros in München, Nürnberg und Bayreuth. Gleichzeitig ist er Mitglied der Geschäftsführung des gesamten Unternehmens.

Leute, die mit Prager zu tun haben, beschreiben den Kunstliebhaber und verheirateten Vater einer Tochter als offenen, kommunikativen Menschen, der von seinem Job begeistert ist. „Er hat eine freundliche Art, kann sich aber dennoch gut durchsetzen“, sagt Kanzleigründer Pluta.

Prager hat Jura in Freiburg und Genf studiert. Später arbeitet er als Anwalt in der Kanzlei Döser, Amereller, Noack, bevor er für einige Jahre in den Freudenberg-Konzern wechselt. Heute ist der promovierte Jurist Partner der Kanzlei Pluta, die sich ganz auf Insolvenzverwaltung und Betriebsfortführung konzentriert.

In den nächsten Tagen wird Prager seine Eloquenz, die ihm von allen Seiten bescheinigt wird, gut gebrauchen können. Denn der schlanke Mann wird an allen Fronten verhandeln. Einerseits muss er die Kunden bei der Stange halten. Denn nur wenn es die Handys von BenQ Mobile weiterhin im Handel zu kaufen gibt, hat die Firma eine Überlebenschance. Andererseits muss der Insolvenzverwalter die völlig unterschiedlichen Interessen der Konzernmutter BenQ, der ehemaligen Eigentümerin Siemens, der Gläubiger und der Beschäftigten unter einen Hut bringen.

Aber seine größte und schwierigste Aufgabe ist es, einen Investor zu finden. „Wir brauchen einen Käufer – einen Unternehmer, der sich zutraut, das Unternehmen weiterzuführen“, sagt Prager. Viel Zeit bleibt ihm nicht. Nur bis Ende des Jahres reicht das Insolvenzgeld.

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