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Interims-Chef Hafner geht bei Praktiker in die Verlängerung

Hinter den Kulissen tobt ein Machtkampf bei der gebeutelten Baumarktkette Praktiker. Auf Druck einer Großaktionärs-Vertreterin verließ Interims-Chef Kay Hafner den Aufsichtsrat. Im Vorstand bleibt er - vorerst.
13.08.2012 - 23:30 Uhr Kommentieren
Für weitere drei Monate hat Kay Hafner bei Praktiker einen Vertrag als Vorstandsvorsitzender. Quelle: dapd

Für weitere drei Monate hat Kay Hafner bei Praktiker einen Vertrag als Vorstandsvorsitzender.

(Foto: dapd)

Hamburg/Kirkel Der Interims-Vorstandschef der angeschlagenen Baumarktkette Praktiker, Kay Hafner, bleibt im Amt. Der Aufsichtsrat habe sein Mandat an der Spitze des Konzerns um weitere drei Monate verlängert.

„Damit ist gewährleistet, dass die wesentlichen Weichenstellungen des Restrukturierungsprogramms in der derzeitigen Zusammensetzung des Vorstands vorangetrieben werden können“, teilte Aufsichtsratschef Kersten von Schenck am Montagabend mit.

Hafner war im Frühjahr 2011 aus dem Kontrollgremium als Interimschef an die Spitze des Unternehmens delegiert worden, sein Vertrag lief nun aus. Über eine langfristige Besetzung der Position des Vorstandsvorsitzenden solle erst mit dem erfolgreichen Abschluss der laufenden Finanzierungsverhandlungen entschieden werden, teilte die Praktiker AG mit.

Weiteres Vorstandsmitglied bleibt Finanzchef Markus Schürholz. Am 1. Oktober 2012 kommt Thomas Heinitz hinzu, der für Einkauf, Logistik und Marketing zuständig sein wird.

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    Praktiker ist durch seine Rabattpolitik („20 Prozent auf alles - außer Tiernahrung“) zu einem Sanierungsfall geworden und sucht seit 2011 einen Weg aus der Krise. Bei der jüngsten Hauptversammlung stimmten die Aktionäre einem Konzept des Vorstands zu, das neben einer Kapitalerhöhung auch einen Kredit des US-Hedgefonds Anchorage über 85 Millionen Euro vorsieht.

    Praktiker braucht das Geld schnell, um zahlreiche Praktiker-Märkte auf die profitablere Konzernmarke Max Bahr umzurüsten. Der Vorstand gibt den Finanzierungsbedarf für die operative Restrukturierung mit rund 210 Millionen Euro an.

    Die Vertreterin zweier Großaktionäre, die österreichische Fondsmanagerin Isabella de Krassny, würde am liebsten einen früheren Manager der Baumarktkette Obi an der Konzernspitze sehen. Auf ihren Druck hin legte Hafner bei der Hauptversammlung im Juli sein Mandat im Aufsichtsrat nieder.

    • dpa
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