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Internetunternehmen Xing-Gründer Hinrichs wechselt in den Aufsichtsrat

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In der Hitze der New Economy übernimmt Groß-Selbeck die Sevenone Intermedia, die Online-Tochter der Kirch-Gruppe - und geht kurz vor deren Pleite. 2002 geht er als Marketing-Chef Deutschland zu Ebay, verbringt zwei Jahre in China, wird dann Deutschland-Statthalter.

Dieser Posten dürfte ihm derzeit wenig Spaß bereiten. Das angeschlagene Auktionshaus verlagert die Deutschland-Führung nach Zürich, Stellenabbau inklusive. Kein Wunder, dass Groß-Selbeck neuen Offerten gegenüber offen war. Offiziell sagt er: "Xing ist hervorragend positioniert und die Strukturen für die Skalierbarkeit des Geschäfts sind bereits geschaffen. Jetzt kommt es darauf an, die anstehende Phase des weiteren Unternehmenswachstums erfolgreich zu gestalten." Sein Nachfolger bei Ebay wird Frerk-Malte Felle, bisher Geschäftführer Marktplätze Deutschland.

Ob Groß-Selbeck bei Xing frei walten kann? Seine Berufung stellt Lars Hinrichs vor die typische Herausforderung von Gründern, die sich neu orientieren wollen: Er muss sich künftig zurückhalten. Eine neue Situation für den Hamburger, der so gerne betont: "Ich bin Unternehmer." Vielleicht hilft ihm ja eines seiner Hobbys: Yoga.

Oder es brodelt in ihm auch schon die nächste Geschäftsidee. Seine Finanzholding LH Cinco zumindest ist schon beteiligt am Aachener Web-Softwareunternehmen Supreme New Media. "Ich werde mich nicht auf die faule Haut legen", sagt er selbst. Und dass er natürlich etwas gründen werde. Ideen gibt es, gesammelt in einem kleinen, schwarzen Notizbuch. Doch um daraus ein Geschäft werden zu lassen, "braucht es einen klaren Kopf".

Nebenbei hat sich der Technik-Fanatiker Hinrichs vor einigen Wochen ein neues Spielzeug angeschafft: einen Apple Mac-Rechner. "Ich fragte mich, ob ich den Umstieg vom PC noch schaffe. Allein dass ich an mir zweifelte, hat mich geärgert." Schon nach kurzer Zeit hat er es geschafft, den Apple zum Absturz zu bringen. Wenn Hinrichs zudrückt, kann es eben auch mal schmerzhaft werden.

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