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Juve-Awards in Frankfurt Hengeler Mueller wird „Kanzlei des Jahres“

In London haben Ehrungen für Kanzleien und Anwälte eine lange Tradition. In Deutschland sind die so genannten Juve-Awards, eine Oskar-Verleihung für Top-Wirtschaftskanzleien, die einzige Veranstaltung dieser Art. In diesem Jahr kürte die Jury die Sozietät Hengeler wegen der beeindruckenden Zahl ihrer Milliardendeals.
  • Claudia Tödtmann

FRANKFURT. Die Kanzlei Hengeler Mueller ist vom Branchenverlag Juve in Frankfurt zur "Kanzlei des Jahres" gekürt worden. Bei den so genannten Juve-Awards, einer Oskar-Verleihung für Top-Wirtschaftskanzleien und der einzige Veranstaltung in Deutschland dieser Art, sind die Entwicklung einer Kanzlei und deren besondere Fortschritte im vergangenen Jahr die entscheidenden Kriterien.

Die Trophäen, die TV-Moderatorin Anke Engelke am Mittwoch übergeben hat, gelten in der Branche als Maßstab für das Renommee einer Kanzlei. In London haben solche Ehrungen eine längere Tradition. Dort werden auch einzelne Anwälte für ihr Lebenswerk ausgezeichnet.

War diese Verleihung in den vergangenen vier Jahren von großem Ernst geprägt, so machte Anke Engelke Scherze auf Kosten aller Beteiligten wie "Sie haben ja einen sexy Ruf zu verteidigen hier". Oder: "Heute haben Sie die Möglichkeit, viele Leute wiederzusehen. Alte Kollegen etwa, die Sie vorher rausgeschmissen haben." Damit spielte sie auf großen Kanzleien an, die etlichen Partnern klar gemacht hatten, dass Partnerschaften in einer internationalen Kanzlei heute - anders als früher - nicht mehr lebenslang angelegt sind wie eine Ehe. Jedenfalls dann nicht, wenn die Mandate der Partner nicht profitabel genug erscheinen.

Die Sozietät Hengeler ist kein Überraschungskandidat, sie zählt mit 250 Anwälten zu den zwei Top-Kanzleien hierzulande. Die andere, Freshfields Bruckhaus Deringer mit weltweit 2 500 Anwälten, erhielt zwei Awards: für Steuerrecht und Private Equity. Hengeler nennt seine Arbeit "High-End-Beratung in komplexen, wirtschaftlichen Mandaten". Sie arbeiten für 22 der Dax-30-Unternehmen. Für Hengeler entschied sich die Juve-Jury "allein schon wegen der beeindruckenden Zahl ihrer Milliardendeals". Hengelers Begleitung des schwierigen Börsengangs des Dieselmotorenherstellers Tognum mit zwei Milliarden Euro Emissionsvolumen gilt als "echtes Kunststück". Weitere Referenzmandanten: Siemens und der Baustoff-Konzern Heidelberg Cement.

Mittelständische Kanzlei des Jahres wurde Schalast & Partner mit 30 Anwälten, die auf Telekommunikationsrecht spezialisiert sind und Mandanten wie Colt, BT und Verizon betreuen. Im Arbeitsrecht fiel die Wahl auf Kliemt & Vollstädt, ein Spinn-Off von Clifford Chance mit heute drei Standorten und 23 Juristen, die als Kunden "Air Liquide, Xerox und E-Plus sowie hochkarätige Vorstands- und Geschäftsführungsmandate haben", so Juve.

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