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Kinofilm Der Facebook-Krimi

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Werbung auf Facebook erreicht meist die, die darauf anspringen. "Durch die Auswertung der Nutzerinformationen bleiben die Streuverluste für die Werbeindustrie relativ gering", sagt Gregor Hopf, Professor an der Hamburg School of Business Administration. Und deswegen buchen die Werbeunternehmen fleißig Freiflächen. Für Facebook ist das die Haupteinnahmequelle.

Das Unternehmen ist beim Umsatz jetzt da, wo Google 2003 war. Der Gesamterlös von Facebook soll dieses Jahr auf 1,4 Mrd. Dollar steigen, über das Ergebnis heißt es nur, man operiere profitabel. Aber das ist kein Maßstab für Facebooks wahren Wert.

Was Zuckerberg und alle anderen Facebook-Investoren zu Milliardären macht, ist etwas anderes. Das Unternehmen hütet einen riesigen Schatz, und das sind seine 500 Mio. Mitglieder mit all ihren Daten. Sie bescheren Facebook einen Markenwert von 20 Mrd. Dollar. Und der könnte durch den Film Schaden nehmen. Als er bekannt wurde, schrillten bei Facebook die Alarmglocken.

Die Produzenten des Films durften nicht auf der Plattform werben. Sogar Zuckerberg persönlich reagierte: Er würde sich den Film nicht anschauen, kündigte er trotzig an. Die Menschen würden einen danach beurteilen, was man schaffe, und nicht danach, wie man in einem Film dargestellt werde.

Das hielt ihn nicht davon ab, kürzlich eine 100-Millionen-Dollar Spende bekannt zu geben, um dem negativen Medienecho etwas entgegen zu setzen. Gefährlich wird der Film dem Unternehmen nämlich dann, wenn er Mitglieder dazu bewegt, das Netzwerk zu verlassen. Dieses Gefühl kennt Zuckerberg genau. Als Facebook den Schutz der Privatssphäre lockerte, traten scharenweise Mitglieder aus. Droht das jetzt erneut?

Unwahrscheinlich - meint Markenexperte Karsten Kilian. "Die Mitglieder nutzen Facebook, weil sie das Konzept toll finden und weniger Mark Zuckerberg", meint er. Das Image der Seite und Marke Facebook habe wenig zu tun mit Mark Zuckerberg.

Und die Folgen für den Gründer persönlich? Zumindest im Film sitzt Zuckerberg am Ende alleine in einem Büro, aktualisiert im Sekundentakt eine Freundschaftsanfrage. Der Gründer des größten sozialen Netzwerkes der Welt ist völlig vereinsamt.

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