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Köpfe Brenninkmeyer-Clan wechselt C&A-Chef aus

Deutschlands größter Textilhändler C&A bekommt einen neuen Chef. Doch die Firmenführung bleibt in der Familie.
  • Ruth Vierbuchen

DÜSSELDORF. Mit dem 37-jährigen Bart Brenninkmeyer übernimmt einer der vielen Nachfahren der Firmengründer Clemens und August (C & A) Brenninkmeyer die Verantwortung für das deutsche Geschäft des viertgrößten Textilhändlers hier zu Lande. Er löst seinen 48-jährigen Cousin Dominic Brenninkmeyer ab, der zur Private-Equity-Tochter Bregal Investments der Familie wechselt.

Bart Brenninkmeyer gehört zur Riege der aktiven Familienmitglieder, die das 1841 im niederländischen Sneek gegründete, verschwiegene Unternehmen in fünfter Generation führen. Seine Vita ist typisch für den Clan, der als niederländisch gilt, aber seine Wurzeln im westfälischen Mettingen hat: geboren in Deutschland, aufgewachsen in den Niederlanden, Ausbildung in Belgien und Studium in Großbritannien. Kurz: der typische polyglotte Werdegang der Brenninkmeyers, die Niederländisch, Englisch und Deutsch sprechen. Umfassende Erfahrung im Textileinzelhandel muss einer wie „Herr Bart“, so seine interne Anrede, mitbringen, wenn er operative Verantwortung in der Firma übernehmen will. „Vor einem Auswahlausschuss aus verdienten Familienmitgliedern müssen die angehenden Manager des Clans“, so weiß Dietrich Reinhardt, Berater bei der Düsseldorfer Kap1 Consulting, „beweisen, dass sie das Zeug zum Unternehmer haben.“

Bart Brenninkmeyer hat es bewiesen. Er gilt als aufgeschlossener Teamplayer, der seine Mannschaft motivieren und aufbauen kann. Als Chef von C & A Belgien und den Niederlanden hat er kräftig expandiert und im umkämpften Textilmarkt Anteile gewonnen. Gute Voraussetzungen für den Job bei C & A Deutschland, die mit einem Anteil von 50 Prozent am Europa-Umsatz (über fünf Milliarden Euro) die größte der zwölf Ländergesellschaften ist.

Hier löst er Dominic Brenninkmeyer ab, der nach seinem Antritt im April 2000 das Kunststück vollbrachte, das verlustreiche Deutschlandgeschäft nach wenigen Jahren wieder in die Gewinnzone zu bringen. Im weltumspannenden Brenninkmeyer-Reich sucht er nach der erfolgreichen Sanierung offenbar eine neue Herausforderung. Im Juni wird er Senior-Partner der Bregal Investment, der Private-Equity-Sparte der Brenninkmeyers. Von Düsseldorf aus soll er die Expansion auf dem europäischen Festland vorantreiben.

Zur Brenninkmeyer-Gruppe gehören neben Bregal und den 800 C&A-Filialen noch das Immobiliengeschäft der Redevco Europe in Amsterdam sowie der Bereich Financial Services. Die Fäden aller vier Sparten laufen in der Cofra Holding AG im Schweizer Zug zusammen, die Erik Brenninkmeyer führt.

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