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Landgericht Verurteilung nach Selbstmordversuch

Ein Mann muss nach einem Selbstmordversuch unter anderem wegen Schäden an einer U-Bahn rund 2 100 Euro zahlen. Zu dieser Entscheidung kam das Landgericht München I in zweiter Instanz (AZ 17 S 23373/05). Wie die Justiz am Montag mitteilte, schloss sich das Gericht damit der Entscheidung des Amtsgerichts an.

HB MÜNCHEN. Der 47 Jahre alte Münchner hatte sich im Mai 2003 vor eine U-Bahn geworfen. Er wurde durch die Seitenscheibe des Führerstandes in die U-Bahn geschleudert und blieb dort schwer verletzt liegen. Der U-Bahn-Fahrer erlitt ein psychisches Trauma und war mehr als zwei Wochen arbeitsunfähig. Die Stadtwerke München klagten seinen Lohn für diese Zeit in Höhe von knapp 1600 Euro sowie den Schaden am Führerhaus in Höhe von rund 2 600 Euro ein. Nach dem Urteil des Landgerichts muss der Mann die Hälfte der eingeklagten Summe tragen.

Der Beklagte hatte argumentiert, er sei zum Zeitpunkt des Selbstmordversuchs wegen seines psychischen Zustands schuldunfähig gewesen und müsse deshalb nicht für den Schaden aufkommen. Ein Gutachter bestätigte zwar eine Schuldunfähigkeit. Das Gericht urteilte jedoch, der Beklagte habe die Schäden billigend in Kauf genommen. Deshalb müsse er die Kosten zumindest teilweise tragen.

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