Leif Östling Ex-Scania-Chef überwacht Truck-Sparte bei VW

Der abgesetzte Ex-Scania-Chef Leif Östling wird Aufsichtsrat der neuen Truck-Holding des Volkswagen-Konzerns. Vorsitzender des Gremiums wird allerdings VW-Chef Winterkorn.
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Der abgesetzte Scania-Chef Leif Östling sitzt zukünftig im Aufsichtsrat der neu gegründeten VW-Truck-Holding. Quelle: dpa
Neue Aufgabe bei VW

Der abgesetzte Scania-Chef Leif Östling sitzt zukünftig im Aufsichtsrat der neu gegründeten VW-Truck-Holding.

(Foto: dpa)

HamburgDie neue Truck-Holding von Volkswagen wird von dem ausgemusterten Lkw-Chef Leif Östling überwacht. Der frühere Scania-Chef wurde in den Aufsichtsrat der Dachgesellschaft für das Lastwagen- und Busgeschäft des Wolfsburger Konzerns mit Sitz in Braunschweig berufen, wie VW am Mittwoch mitteilte.

Der 69-Jährige war von September 2012 bis Januar 2015 im Konzernvorstand für das Lkw-Geschäft zuständig. Im Februar löste ihn der frühere Daimler-Manager Andreas Renschler ab. Dieser soll die noch immer schleppend laufende Allianz der beiden Lkw-Töchter MAN und Scania zum Erfolg führen. Volkswagen will es im Lkw-Geschäft mit den führenden Herstellern Daimler und Volvo aufnehmen.

Den Vorsitz in dem paritätisch besetzten Kontrollrat übernimmt Konzernchef Martin Winterkorn. Neben Östling gehören zudem Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch, Einkaufschef Javier Garcia Sanz und Ferdinand Oliver Porsche dem zwölfköpfigen Gremium an. Das Land Niedersachsen als zweitgrößter VW-Eigner wird durch die Wirtschaftsstaatssekretärin Daniela Behrens vertreten.

Auf Seiten der Arbeitnehmer sitzen unter anderem Betriebsratschef Bernd Osterloh sowie Vertreter von MAN und Scania im Aufsichtsrat der Volkswagen Truck & Bus GmbH. „Mit der Besetzung des Aufsichtsrats machen wir den nächsten großen Schritt zur Stärkung unseres wichtigen Bereichs Nutzfahrzeuge“, sagte Winterkorn.

Reuters hatte am Dienstag aus Unternehmenskreisen erfahren, dass die neue Dachgesellschaft ihren Sitz in Braunschweig haben soll. Sie soll zunächst 40 bis 50 Mitarbeiter beschäftigen, bis zu 100 Jobs sind dort vorgesehen. Der Sitz der Gesellschaft ist besonders prestigeträchtig, weil sie mittelfristig an die Börse gebracht werden könnte. Renschler sagte, entscheidend für Braunschweig sei der Flughafen gewesen. Dort starten und landen täglich Chartermaschinen, die die Konzernzentrale in Wolfsburg mit den Tochtergesellschaften in aller Welt verbinden.

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