Lionel Souque wird Chef Rewe startet den Generationswechsel

Rewe bekommt 2019 eine neue Führungsspitze: Der Franzose Lionel Souque soll 2019 seinen Landsmann Alain Caparros beerben. Auch weitere Personalien hat der Einzelhandels- und Touristikkonzern jetzt entschieden.
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Der Manager soll 2019 die Führung des Rewe-Konzerns übernehmen. Quelle: imago/Ludwig Heimrath
Lionel Souque

Der Manager soll 2019 die Führung des Rewe-Konzerns übernehmen.

(Foto: imago/Ludwig Heimrath)

DüsseldorfBeim Einzelhandels- und Touristikkonzern Rewe steht ein Führungswechsel bevor. Der bislang im Vorstand für das nationale Supermarkt-Geschäft zuständige Lionel Souque solle 2019 an die Spitze des Kölner Konzerns aufrücken, teilte Rewe am Dienstag nach einer Sitzung des Aufsichtsrats mit. Der seit 1996 bei Rewe tätige Manager solle dann das Amt von Alain Caparros übernehmen, der den Handelsriesen seit Dezember 2006 führt.

Caparros hatte den 45-jährigen Souque dem Aufsichtsrat als Nachfolger empfohlen. „Ich freue mich sehr, dass die Aufsichtsräte meinen Empfehlungen für den zukünftigen Vorstandsvorsitzenden und die Zusammensetzung des Vorstands gefolgt sind und dass wir auf dieser Basis einen absolut reibungslosen Übergang haben werden“, sagte Caparros.

Stellvertretender Vorstandschef solle 2019 Jan Kunath werden, der derzeit das Discount-Geschäft in Deutschland verantwortet, hieße es weiter. Neu in den Vorstand rückt im Juli 2017 Sören Hartmann auf, der derzeit die DER Touristik führt. Er soll sich in dem Gremium auf den Bereich Touristik konzentrieren. Insgesamt solle der Vorstand 2019 von sechs auf dann vier Mitglieder verkleinert werden.

Rewe hatte 2015 mit über 326.000 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 52,3 (Vorjahr: 50,7) Milliarden Euro eingefahren, der Überschuss legte um 22 Prozent auf 383 Millionen Euro zu. Das Rewe-Reich ist weit verzweigt, zu der Gruppe gehören neben den Rewe-Supermärkten unter anderem auch die Toom-Baumärkte, der Discounter Penny sowie die Touristik-Unternehmen DER, ITS oder Jahn Reisen.

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Platz 10: Globus
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Die im Saarland ansässige Warenhauskette ist mit einem Umsatz von 4,8 Milliarden Euro der zehntgrößte Lebensmitteleinzelhändler Deutschlands. Im Ausland ist Globus in Tschechien und Russland aktiv.

Quelle: Nielsen Company

Platz 9: Rossmann
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Mit einem Umsatz von 5,75 Milliarden Euro kann sich die Drogeriemarktkette Rossmann auch als Lebensmitteleinzelhändler behaupten. Allerdings ist sie nicht der erfolgreichste Drogeriemarkt im Ranking.

Platz 8: dm Drogeriemarkt
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Die Drogeriemarktkette dm ist mit Abstand die größte Deutschlands, eine der Top-Marken im Land – und auch als Lebensmittelhändler erfolgreich. Ein Umsatz von 7,02 Milliarden Euro in 2015 bedeutet Platz acht. Genauso wie Rossmann setzte dm 2015 erfolgreich auf internationale Expansion – das Umsatzplus von 9,8 Prozent ist das größte im Ranking.

Platz 7: Tengelmann-Gruppe
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Die Tengelmann Warenhandelsgesellschaft KG ist eine Dachgesellschaft für mehrere Einzelhändler. Zu ihr gehören aus dem Bereich des Lebensmittelgeschäfts der Discounter Netto und die Supermarktkette Kaiser's Tengelmann. Als Lebensmitteleinzelhändler liegt Tengelmann mit einem Umsatz von 7,7 Milliarden Euro auf Platz sieben. Seit zwei Jahren versucht Edeka, die Filialen von Kaiser's Tengelmann zu übernehmen.

Platz 6: Lekkerland
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Mit einem Umsatz von 9,07 Milliarden Euro ist Lekkerland die Nummer sechs im Ranking. Das Großhandelsunternehmen bedient vor allem Kioske und Tankstellen, neben Lebensmitteln und Getränken vertreibt es auch Tabakwaren, Telekommunikation und Non-Food.

Platz 5: Aldi
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Mit 27,8 Milliarden Euro Umsatz liegt Aldi auf Platz fünf des Händler-Rankings.

Platz 4: Metro
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Die Handelskette Metro betreibt unter anderem die gleichnamigen Großhandelsmärkte, als auch die Supermarktkette Real. Im Ranking ist die Metro-Gruppe dennoch der einzige Händler, der verliert: Ein Umsatz von 29,6 Milliarden Euro bedeuten ein Minus von 0,5 Prozent im Vergleich zu 2014 und Platz 4.

Der 60-jährige Caparros hatte sich den vergangenen Jahren einen erbitterten Zweikampf mit Branchenprimus Edeka um die Supermarktkette Kaiser's Tengelmann geliefert. Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub hatte Kaiser's eigentlich komplett an Edeka verkaufen wollen, zuletzt gab es dafür eine Sondererlaubnis von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel.

Rewe ging indes juristisch gegen die Pläne vor, die Kölner sicherten sich in Verhandlungen mit Tengelmann und Edeka Zugriff auf Kaiser's-Tengelmann-Märkte in Berlin. Das Tauziehen um Kaiser's Tengelmann steht damit vor einem Ende.

  • rtr
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