Lobbyismus-Skandal Utz Claassen will nichts wissen

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Berichtsentwurf gesäubert

Doch es gibt noch ein weiteres Wunder: die Säuberung des Entwurfs zum Revisionsbericht. Denn wer die Endfassung des Revisionsberichts vom 18. Juni liest, findet keine Anhaltspunkte mehr für ein etwaiges korruptes Treiben. Ausgerechnet der Satz mit der Klimapflege ist gestrichen. Claassen musste den Satz, der ihn im Entwurf nicht erreicht haben soll, in der Endfassung gar nicht mehr lesen. Offenbar hatte eine Selbstreinigung stattgefunden.

Fest steht nur: Es gab eine Streichung. Und fest steht auch: Die fiel in den Zuständigkeitsbereich der damaligen Leiterin der Konzernrevision, Helge Hentschel. Sie ist eine langjährige Weggefährtin Claassens und war bis 2002 seine persönliche Assistentin bei Sartorius in Göttingen. Dann folgte sie ihm zur EnBW nach Karlsruhe.

Hentschel wollte am Donnerstag nicht Stellung nehmen. Sie hatte aber schon an Eides statt versichert, sie kenne alle Versionen des Berichts und könne darüber hinaus „bestätigen, dass Herr Prof. Claassen keinen Einfluss auf die Erstellung des Revisionsberichts genommen hat und ihm lediglich die endgültige Version persönlich vorgelegt wurde“.

Claassen kann sich auf Hentschels Loyalität verlassen. Er lobt sie heftig. Es handle sich „um eine der fleißigsten, tüchtigsten und besten Mitarbeiterinnen und zugleich um eine der anständigsten, ehrenwertesten und integersten Personen, die Herr Prof. Claassen in seinem gesamten Leben bisher kennenlernen durfte“.

Gerade aus letzterem Grund, so Claassens Anwälte, habe „er sie gebeten, als Patin für seine Tochter zur Verfügung zu stehen“.

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5 Kommentare zu "Lobbyismus-Skandal: Utz Claassen und die Zauberhand von EnBW"

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  • genau davon lebt er, und das nicht schlecht!!!

  • Wovon lebt der Herr eigentlich heute? Hoffentlich nicht nur von den Abfindungen und dem Schadenersatz seiner ex-Arbeitgeber.

  • Moskau, um nur die Parties in Moskau zu nennen.
    Davon weiß niemand was.
    Was solls, der Herr möchte gerne den Saubermann geben.

  • Der schönste der Schönen, der schlauste der Schlauen,

    meine Damen und Herren,

    Herr Claassen.

  • Ach, der Herr Claassen.... sorry, Professor Claassen!

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