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Louis du Preez Möbelkonzern Steinhoff bekommt zu Jahresbeginn neuen Chef

Nach einem Bilanzskandal soll der Chef-Sanierer den südafrikanisch-deutschen Möbelkonzern führen. Louis du Preez übernimmt den Posten im Januar.
Update: 19.11.2018 - 18:27 Uhr Kommentieren
In Kürze soll ein Schuldenschnitt für die Europa-Tochter Steinhoff Europe AG vereinbart werden. Quelle: dpa
Steinhoff Möbel

In Kürze soll ein Schuldenschnitt für die Europa-Tochter Steinhoff Europe AG vereinbart werden.

(Foto: dpa)

München Der südafrikanisch-deutsche Möbelkonzern Steinhoff macht seinen Chef-Sanierer zum neuen Vorstandschef. Louis du Preez, der Mitte 2017 als Chefjustiziar zu Steinhoff gekommen war, übernimmt zum Jahreswechsel den Posten von Danie van der Merwe, der das Amt nach der Aufdeckung eines Bilanzskandals vor knapp einem Jahr interimistisch übernommen hatte, wie Steinhoff am Montag in Stellenbosch mitteilte.

Der 48-jährige du Preez führt zusammen mit Finanzchef Philip Dieperink die Verhandlungen über die finanzielle Sanierung von Steinhoff. Du Preez war erst im April in den Vorstand aufgerückt. Van der Merwe werde Steinhoff noch bis Ende 2019 als Berater zur Verfügung stehen.

Steinhoff komme mit der Bewältigung seines Schuldenbergs voran. Seit Montag liegt ein Vorschlag für eine Umschuldung bei der ursprünglich in Österreich angesiedelten Steinhoff Europe AG (SEAG) auf dem Tisch, wie der Konzern in Stellenbosch bei Kapstadt mitteilte.

Die SEAG und ihre Verbindlichkeiten werden dabei auf Firmen in Luxemburg, auf der Kanalinsel Jersey und in Großbritannien verteilt. Die Gläubiger sollen zusätzliche Sicherheiten bekommen. Die Umschuldung ist Teil einer Vereinbarung nach britischem Recht (CVA), die bereits zahlreiche Einzelhändler genutzt haben, um Läden zu schließen, Mieten zu senken und damit eine Insolvenz zu vermeiden.

Zur SEAG gehören unter anderem die französische Möbelkette Conforama und die Billigladen-Ketten Pepcor in Osteuropa und Poundland in Großbritannien. Das operative Möbel-Geschäft in Österreich (Kika, Leiner) und Deutschland (Poco) hat Steinhoff im Zuge der Sanierung bereits verkauft. Drei Wandelanleihen der SEAG sollen in besicherte Kredite mit einer Laufzeit von drei Jahren umgewandelt werden, wobei Zins und Tilgung erst am Ende der Frist fällig werden.

Die gebeutelten Steinhoff-Aktionäre nahmen die Schritte als Zeichen der Hoffnung: Die Aktien legten in Frankfurt um acht Prozent auf 12,8 Cent zu.

Steinhoff ächzt unter der Last von fast zehn Milliarden Euro Schulden. Der Insolvenzplan des US-Matratzenherstellers Mattress Firm sei am Freitag vom US-Konkursgericht genehmigt worden, so dass die Tochter bald aus der Insolvenz entlassen werden könne, erklärte der Konzern.

Der Handelsblatt Expertencall
  • rtr
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