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Luxusprodukte Wie Porsche seine Marke zu Geld macht

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"Die Marke muss nicht nur vom Produkt, sondern auch von den Vertriebskanälen passen", betont Geßler. In Baumärkten gehe eine Porsche-Bohrmaschine schlicht unter. "In einem Küchenstudio hingegen ist die Porsche-Küche ein Eyecatcher", sagt er. Und in den Shops am Flughafen würde eben schnell mal eine Sonnenbrille oder eine Tasche gekauft. Das erkläre auch, warum die gerade auf den Markt gebrachte Parfümserie besser in die Vertriebsschiene passe, obwohl sie weiter vom Auto entfernt sei als etwa eine Bohrmaschine.

Wie sein Vorgänger will auch Geßler die eigenen Shops massiv ausbauen. Derzeit verfügt Porsche-Design über neun eigene Läden plus zwei Outlets und 54 Franchisegeschäfte. Die Expansionspläne sind ehrgeizig: Jedes Jahr sollen 15 bis 20 Geschäfte dazukommen. Ziel sind 150 Läden bis zum Jahr 2014. Arabische Staaten und Asien stehen dabei im Fokus. Nach Einschätzung von Branchenexperten braucht Porsche-Design diese Größe, um als Luxusmarke wahrgenommen zu werden.

Für Marketing-Professor Esch spricht Porsche mit seinem nüchtern technischen und eher sportlichen Stil in erster Linie Männer an. Er sieht die größten Erfolgschancen für Porsche, nur wenn die Marke dieser Linie treu bleibt. Hier habe sie ein gewisses Alleinstellungsmerkmal unter den Luxusmarken, die eher aus dem feminineren Modebereich kommen.

Der Porsche-Stil liegt an der Geschichte des Unternehmens. Ferdinand Alexander, kurz F.A., Porsche, Enkel des Firmengründers Ferdinand Porsche, musste wie alle anderen Familienmitglieder 1972 nach einem Streit zwischen den beiden Eigentümerfamilien Porsche und Piëch den Sportwagenbauer verlassen. Der legendäre Designer des Sportwagens 911 - noch heute die Marken-Ikone des Unternehmens - gründete sein eigenes Design-Studio bei Zell am See in Österreich.

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