Management-Legende Metro-Mitgründer Otto Beisheim ist tot

Milliardär und Metro-Mitgründer Otto Beisheim ist tot in seinem Haus in Rottach-Egern am Tegernsee aufgefunden worden. Der 89-Jährige hatte an einer unheilbaren Krankheit gelitten – an der er aber nicht gestorben ist.
Update: 18.02.2013 - 15:20 Uhr 7 Kommentare
Metro-Gründer Otto Beisheim. Quelle: dpa

Metro-Gründer Otto Beisheim.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDer Mitbegründer des größten deutschen Handelskonzerns sei am Montagmorgen leblos entdeckt worden, teilte die Agentur Brunswick als Vertreter des Familienbüros der Otto Beisheim Gruppe mit. „Er litt an einer nicht heilbaren Krankheit und ist aufgrund der Hoffnungslosigkeit seiner gesundheitlichen Lage aus dem Leben geschieden“, hieß es in der Pressemitteilung vielsagend. Zuvor hatte die Bild-Zeitung von einem Selbstmord Beisheims berichtet.

Beisheim hielt zuletzt noch zehn Prozent an der Metro. Seinen Anteil hatte er im Oktober 2009 von 18,5 Prozent reduziert. Zum Metro-Konzern gehören unter anderem die Supermarktkette Real, die Elektronikmärkte Media Markt und Saturn sowie die Kaufhauskette Galeria Kaufhof. Beisheims Beteiligung an der Metro-Gruppe belief sich zuletzt auf knapp zehn Prozent.

Beisheim war Mitgründer der Metro AG und hatte den Handel in Deutschland mit der Einführung des Cash & Carry-Konzepts im Jahre 1964 mit geprägt. Die Idee hatte er aus den USA mit nach Deutschland gebracht – die Einzelhändler erhalten dabei Waren nicht vom Großhändler geliefert, sondern holen sie selbst in den Filialen ab.

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7 Kommentare zu "Management-Legende: Metro-Mitgründer Otto Beisheim ist tot"

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  • Otto Beisheim gilt größte Anerkennung. Kaum ein Anderer vermochte ein Handels-Konzept dergestalt zu entwickeln. Mit Härte, Konsequenz und Sparsamkeit. Aus METRO Cash&Carry einen internationalen Handelskonzern zu formen .... aus 40.000 DM eigenem Geld und dem Startkapital von Schmidt-Ruthenbeck und Haniel ein Milliarden-Imperium zu erschaffen, das konnte ihm ausser den Albrechts und Dieter Schwarz niemand nachmachen.
    Dumm daherreden können hier nur diejenigen, die solch ein Geschäft nie erlebt haben. Alle Ehre und großer Dank Herrn Prof. Otto Beisheim.

    Wolfgang Sieber/ Grünwald

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  • Teutoburgerwald war echt prima.
    Wie im Pfadfinderlager. Immer feste druff
    und anschliessend gabs ein prima Gelage.

  • Ich kann über diese Zeit nicht urteilen,

    da ich - wohl im Gegensatz zu Ihnen - damals noch nicht auf dieser Welt war und deshalb heute nicht abschätzen kann, wie ich mich damals selber verhalten hätte. Das können nur Menschen, die diese Zeit auch mit erlebt haben. (Ich weiß auch nicht, ob ich bei der brutalen Schlacht im Teutoburger Wald mitgemacht hätte - vielleicht nein, vielleicht ja ??).

  • Hochinteressant..."Also kein Kommunist"...Vielleicht Marx lesen...Danke für die sehr interessante und wichtige Ergänzung!

  • ...also kein Komunist.

  • Da muss man nicht traurig sein.
    "Zwischen 1941 und 1945 war Beisheim SS-Scharführer und Angehöriger der Leibstandarte Adolf Hitler."

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