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Managergehälter Dax-Vorstände verdienen zehnmal so viel wie vor 30 Jahren

Auch die Einkommensschere zwischen Vorstand und Mitarbeitern driftet auseinander. Ökonomen nehmen die Aufsichtsräte in die Pflicht.
  • Jan Guldner
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  • WirtschaftsWoche
Dax-Vorstände verdienten 2017 durchschnittlich 4,35 Millionen Euro. Quelle: dpa
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Dax-Vorstände verdienten 2017 durchschnittlich 4,35 Millionen Euro.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Dax-Vorstände verdienen heute zehnmal so viel wie vor 30 Jahren. Das ergibt sich aus einer Langzeitauswertung der Wirtschaftswissenschaftler Enrico Prinz (Universität Straßburg) und Joachim Schwalbach (Humboldt-Universität Berlin), die der „Wirtschaftswoche“ exklusiv vorliegt.

Insgesamt stieg die Durchschnittsvergütung eines Vorstandsmitglieds von umgerechnet 451.000 Euro im Jahr 1987 auf 4,35 Millionen Euro im Jahr 2017. Die Forscher untersuchten die Vorstandsgehälter der 14 Unternehmen, die seit der Dax-Gründung 1988 dauerhaft im deutschen Leitindex vertreten sind – darunter unter anderem die Allianz, Siemens und Volkswagen.

Ein weiteres Ergebnis der Studie ist, dass die Vergütung des Vorstands und des restlichen Personals immer weiter auseinander läuft. So nehmen die Dax-Oberen derzeit im Schnitt 58 mal so viel Geld mit nach Hause wie die durchschnittlichen Beschäftigten in den Unternehmen. Vorstandsvorsitzende verdienen sogar 85 mal so viel.

1987 erhielten die Vorstände lediglich das 15-fache des Durchschnittslohns. Studienautor Schwalbach kritisierte die Zusammensetzung der Vergütung: „Wenn man Gehälter in dieser Größenordnung bezahlt, muss man sie überzeugend mit der Vorstandsleistung begründen und außerdem ins Verhältnis zur Vergütung der Gesamtbelegschaft setzen.“ Ein gutes Ergebnis verdanke man nicht allein den Vorständen, sondern auch den Mitarbeitern.

Der Erfolg müsse deshalb leistungsgerecht verteilt werden, sonst wirke die wachsende Ungleichheit demotivierend und schade dem gesamten Unternehmen. „Die Vergütungssysteme sind oft zu komplex und die Anreize zu kurzfristig“, sagte der Wirtschaftswissenschaftler. Schwalbach sieht die Aufsichtsräte in der Verantwortung das zu ändern und für mehr Transparenz zu sorgen.

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