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Mandant saß zu Unrecht in U-Haft Schlampige Verteidiger müssen zahlen

Versäumt es ein Verteidiger trotz Auftrags des Mandanten, die Verlegung der Hauptverhandlung zu beantragen, muss er dem Mandanten unter Umständen Schmerzensgeld zahlen.

crz/HB GARMISCH. Versäumt es ein Verteidiger trotz Auftrags des Mandanten, die Verlegung der Hauptverhandlung zu beantragen, muss er dem Mandanten Schmerzensgeld zahlen - wenn dieser wegen Versäumung des Termins in Haft gerät.

Das hat das Kammergericht (KG) in Berlin im Falle eines Ghanaers entschieden, der in Deutschland wegen Betäubungsmittelhandels angeklagt worden war. Die Hauptverhandlung war auf einen Tag im August terminiert worden.

Da der Angeklagte zu diesem Zeitpunkt in Ghana heiraten wollte, bat er seine Verteidigerin darum, eine Terminsverlegung zu beantragen. Doch die Anwältin blieb untätig und informierte ihren Mandanten auch nicht über das Risiko einer Verhaftung bei Versäumung des Termins. Als der Angeklagte in Deutschland eintraf, wurde er verhaftet und saß 76 Tage in U-Haft. Dafür muss ihm die Verteidigerin nun 7 000 Euro zahlen.

KG Berlin, Az.: 12 U 302/03

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