Marke des Jahres 2016 Flammende Nummer eins

Samsung, dm und Wikipedia sind laut einer Yougov-Studie die Marken des Jahres 2016. In dem Ranking werden 31 verschiedene Kategorien untersucht. In der Kategorie Auto gibt es Bewegung: Volkswagen landet nur im Mittelfeld.
Die Untersuchung endete, bevor das Desaster mit den brennenden Akkus begann. Quelle: AP
Samsung Galaxy Note 7

Die Untersuchung endete, bevor das Desaster mit den brennenden Akkus begann.

(Foto: AP)

Düsseldorf„Nun brennt auch noch die Bilanz", titelten Medien, als der Elektronikkonzern Samsung vergangene Woche die Quartalszahlen vorstellte. Das Debakel um die explodierenden Akkus des Vorzeigeproduktes Galaxy Note 7 hatte die Bilanz deutlich verschlechtert. Und auch der Gewinn brach ein: um 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der koreanische Konzern steckt in einer schwierigen Situation. Das hat auch Auswirkungen auf den Markenwert, der recht hoch ist.

Nach Berechnungen des Marktforschungsunternehmens Yougov ist Samsung sogar die „Marke des Jahres 2016“. Das Ranking basiert auf der Wahrnehmung von vielen Tausend Konsumenten: Jeden Tag führt das Unternehmen im Rahmen des Markenmonitors „Brandindex“ Befragungen durch und ermittelt eine stabile Einschätzung der Marken. In diesem Jahr teilten sich die Ergebnisse in 31 Kategorien auf, von Automobil bis zu Versicherungen gab es entsprechende Platzierungen. Die Marktforscher ermittelten für die Marken einen Indexwert, der zwischen minus 100 und plus 100 Punkten liegt. Gesamtsieger ist – wie im Vorjahr – Samsung mit einem Wert von 53,6 Punkten.

Dass das Unternehmen von allen bewerteten Marken die höchste Zustimmung der Verbraucher bekommen hat, liegt auch an dem Befragungszeitraum: Die Untersuchung endete im August, kurz bevor das Akku-Debakel begann. Eine große Herausforderung für den Konzern, der es in den vergangenen Jahren verstanden hat, seine Marke höherwertiger zu positionieren. Neue Produkte, ansprechendes Design, hohe Innovationskraft - für Simon Kluge, der das Ranking bei Yougov verantwortet, haben die Samsung-Manager in den vergangenen Jahren vieles richtig gemacht.

Das sind Deutschlands wertvollste Marken
Alkoholfreie Getränke
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Gerolsteiner belegt im Markenranking des Meinungsforschungsinstituts YouGov Deutschland in der Kategorie „alkoholfreie Getränke“ den ersten Rang. Platz 2: Erdinger alkoholfrei, Platz 3: Selters, Platz 4: Apollinaris und Platz 5: Schweppes.

Biere
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Die Badische Staatsbrauerei Rothaus stellt das legendäre Bier „Tannenzäpfle“ her. Dem blonden Schwarzwaldmädchen auf dem Etikett haben Konsumenten den inoffiziellen Namen Birgit Kraft (in Anlehnung an die Phrase „Bier gibt Kraft“) gegeben.

Platz 2: Krombacher, Platz 3: Erdinger, Platz 4: Franziskaner und Platz 5: Radeberger.

Kaffee & Tee
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Die Kategorie „Kaffee & Tee“ führt Tchibo an. Platz 2: Teekanne, Platz 3: Meßmer., Platz 4: Dallmayr und Platz 5: Ostfriesische Teehandelsgesellschaft.

Lebensmittel
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Dr.-Oetker-Gründer, August Oetker, hat dafür gesorgt, dass ein Päckchen Backpulver noch heute zu jedem gut sortierten Haushalt gehört. Zwar hat er das Pulver nicht erfunden, dafür aber weltbekannt gemacht. Platz 2: Landliebe, Platz 3: Iglo, Platz 4: Weihenstephan und Platz 5: Philadelphia.

Süßwaren
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Das Gummibärchen hat Haribo und seinem Gründer Hans Riegel weltweiten Ruhm beschert. Selbst Kaiser Wilhelm II. soll die Gummibärchen angeblich als das Beste, das die Republik hervorgebracht habe, gepriesen haben. Platz 2: Werther's Original, Platz 3: Goldbären, Platz 4: Ricola und Platz 5: Wick.

Snacks
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Im hart umkämpften Markt der Snacks hat sich die Marke Ritter Sport bei den Kunden durchgesetzt. Platz 2: Milka, Platz 3: Lindt, Platz 4: Bahlsen und Platz 5: Toffifee.

Gastronomie
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Mit dem Werbeslogan „Wir sind Fisch“ hat sich die Bremer Nordsee GmbH bei den Kunden einen Namen gemacht. 335 der insgesamt 397 Nordsee-Filialen befinden sich in Deutschland – exotische Ausreißer finden sich in Ägypten und Dubai. Platz 2: Block House, Platz 3: Tchibo, Platz 4: Maredo und Platz 5: Mövenpick.

Nicht nur Yougov, auch andere Marktforschungsfirmen und Beratungshäuser wie Interbrand mit „Best Global Brands“ oder Millward Brown mit „BrandZ“ ermitteln die stärksten Marken. In deren Ranglisten liegen allerdings eher US-Firmen wie Apple und Google an der Spitze. Für Kluge ist dies kein Widerspruch: „Marken, die polarisieren, landen bei unserer Berichtslogik - wir saldieren positive und negative Bewertungen unter Markenkennern - weiter hinten als bei anderen Rankings.“

Samsung ist somit eine Marke, die wenig polarisiert und viel Zuspruch erfährt. Ganz anders der amerikanische Konkurrent Apple, der gemeinhin als Markenikone gilt: Der iPhone-Hersteller sei bei Konsumenten umstritten, meint Kluge, weshalb dessen Platzierung im Yougov-Ranking schlechter ist als anderswo.

Der Abgasskandal hinterlässt Spuren
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