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Marktführer Mecotec Diese Kältecontainer transportieren den Corona-Impfstoff sicher ans Ziel

Mit Minustemperaturen kennt sich Enrico Klauer aus. Jetzt wittert der Unternehmer beim Transport des Corona-Impfstoffs mit seiner Firma das große Geschäft.
11.11.2020 - 16:01 Uhr Kommentieren
Je näher ein Impfstoff rückt, desto mehr müssen sich die Pharmafirmen damit beschäftigen, wie sie die Dosen stark gekühlt transportieren können. (Foto: MECOTEC GmbH/obs)
Kältecontainer

Je näher ein Impfstoff rückt, desto mehr müssen sich die Pharmafirmen damit beschäftigen, wie sie die Dosen stark gekühlt transportieren können. (Foto: MECOTEC GmbH/obs)

Düsseldorf Seit 25 Jahren ist Enrico Klauer im Kältegeschäft. Nicht bei minus 20 Grad, das sei ja für seine Verhältnisse warm, sagt er. Der gelernte Elektrotechniker kühlt mit seinen Containern auf minus 70 bis minus 80 Grad herunter. Darin sei seine Firma Mecotec Marktführer, sagt Klauer – auch wenn das zugegebenermaßen „ein Nischenmarkt“ sei.

Doch jetzt will der 50-Jährige ein Kernproblem im Kampf gegen das Coronavirus lösen: den Transport und die Lagerung des neuen Impfstoffs. Das Wirkmittel von Pfizer und Biontech sorgt für große Hoffnung in der ganzen Welt. Seine Wirksamkeit ist überraschend hoch. Allerdings muss der Impfstoff bei einer Temperatur von minus 80 Grad transportiert und aufbewahrt werden. Wie ihn also unter die Leute bringen?

Klauer weiß, wie, sein Unternehmen kennt sich in der Anwendung bereits aus. Einer seiner Kunden sei ein „bekanntes Biotechunternehmen“, für das Mecotec eine stationäre Kältekammer gebaut habe, in der „spezielle Wirkstoffe“ aufbewahrt würden.

Mit seinem Team entwickelte Klauer jetzt eine Lösung zum Impfstoff-Produkt: Ein 20-Fuß-Container wird elektrisch in eine Kältekammer verwandelt. Dieselgeneratoren erzeugen den Strom. Je nach Verpackungsgröße und anderen Spezifikationen können bis zu einer Million Impfdosen in dem Container verfrachtet und aufbewahrt werden. Der Vorteil eines Containers: Er passt aufgrund seiner gängigen Größenmaße auf Lkw, Zug oder Schiff.

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    Der Mecotec-Geschäftsführer will den Transport und die Lagerung des neuen Impfstoffs übernehmen. Quelle: PR
    Enrico Klauer

    Der Mecotec-Geschäftsführer will den Transport und die Lagerung des neuen Impfstoffs übernehmen.

    (Foto: PR)

    „Wir brauchen Partner“

    Mecotec profitierte vom Boom in der Ganzkörper-Kalttherapie. Überall in der Welt stehen Eissaunen und Kältekammern aus Sachsen-Anhalt, in denen man sich ein paar Minuten einer Temperatur von bis zu minus 200 Grad aussetzt – angeblich, um auf diese Weise abzunehmen, Entzündungen zu hemmen oder die Fitness stärken.

    Mecotec ist mit 85 Angestellten und einem Jahresumsatz von zehn Millionen Euro eine kleine Firma mit Sitz in der Nähe von Bitterfeld. Allein von seiner Substanz könne Mecotec nicht in Vorleistung gehen und den Container als Prototyp bauen, sagt Klauer. „Wir brauchen Partner.“

    Klauer sagt, er befinde sich bereits in Gesprächen mit Länderregierungen und Unternehmen, die an der Spezialanfertigung interessiert seien. Die Entwicklung würde ungefähr zwei Monate dauern. Bis dahin werden auch die ersten Impfdosen zur Verfügung stehen. „Die Regierungen sollten nicht lange auf sich warten lassen“, sagt Klauer.

    Einer seiner Konkurrenten ist schon einen Schritt weiter. Am vergangenen Freitag gab die Würzburger Firma va-Q-tec bekannt, eine Vereinbarung „mit einem globalen Top-Pharmahersteller“ geschlossen zu haben. Demnach soll va-Q-tec mehrere Tausend ihrer Hochleistungs-Thermocontainer bereitstellen – wenn der Impfstoff zugelassen wird.

    Mehr: Kühlung auf minus 80 Grad: Corona-Impfstoffe stellen Logistiker vor Probleme

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