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Meditation für Manager Die Gurus bei Google

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Auch in deutschen Unternehmen angekommen

Auch in deutschen Unternehmen ist das Thema Achtsamkeit inzwischen angekommen. Der Software-Konzern SAP hat einen Posten mit dem Titel „Director Global Mindfulness Practice“ geschaffen. Peter Bostelmann hat viele Jahre Kundenprojekte für SAP geleitet, zuletzt in San Francisco, und privat meditiert. Jetzt schult er weltweit Kollegen als Trainer für die Achtsamkeits-Kurse des Konzerns.

Messungen zeigten einen spürbaren positiven Einfluss unter anderem auf das Engagement der Mitarbeiter, das Vertrauen in Führungskräfte und die Anzahl der Fehltage, sagt Bostelmann. Fast 5000 Leute stünden auf der Warteliste für die Achtsamkeitstrainings. Um die Software-Ingenieure zu überzeugen, dürfe das Ganze nicht so esoterisch daherkommen. Er spricht darum von einem „Training für mentale Stärke, wissenschaftlich basiert.“

Am Ende dieses Tages bleiben: Wiedersprüche. Die Sache mit den Eiswürfeln von Zen-Meister Poraj zum Beispiel. Die Vorstellung, dass alles eh bloß Wasser ist, kann ja gelassen machen. Aber was ist mit der Produktivität? Ist es nicht kreativer, Verzierungen in Eiswürfel zu schnitzen? Es gebe Hinweise darauf, dass der herumwandernde Geist auch eine Quelle sei für Kreativität, sagt Wissenschaftlerin Hölzel.

Und dann ist da noch dieser Autozulieferer aus Ostdeutschland, der erzählt, dass seine Mitarbeiter manchmal schon in Stress geraten, wenn im Display des Telefons die Vorwahl von Wolfsburg erscheint. Dann ruft Volkswagen an. Weil Angst in der Regel dazu führe, dass man seinem Gegenüber mehr verspreche, als gut für einen selbst sei, habe er vor drei Jahren angefangen, Meditationstrainings anzubieten, sagt der Geschäftsführer.

Kurz darauf ihn jemand anonym bei den Eigentümern der Firma angeschwärzt. Der Chef führe eine Sekte, habe es geheißen. Inzwischen meditiere ein Zehntel der Belegschaft. Die wirtschaftlichen Kennzahlen hätten sich bisher nicht verbessert, aber auch nicht verschlechtert. Er jedenfalls habe das Gefühl, die Menschen seien glücklicher.

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