Michael Eggenschwiler Der Schweizer Chef des Hamburger Flughafens muss nach einem Stromausfall für Aufklärung sorgen

Der Chef des Hamburger Flughafens muss erklären, wie ein Kurzschluss den ganzen Airport lahmlegen konnte. Womöglich wurde am falschen Ende gespart.
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Seit 13 Jahren ist der Schweizer Chef des Hamburger Flughafens. Quelle: picture alliance / Daniel Bockwo
Michael Eggenschwiler

Seit 13 Jahren ist der Schweizer Chef des Hamburger Flughafens.

(Foto: picture alliance / Daniel Bockwo)

Die erlösende Nachricht erhielt Michael Eggenschwiler Sonntagnacht um drei Uhr. Der Chef des Hamburger Flughafens wurde da informiert, dass der Flugbetrieb am nächsten Morgen wieder aufgenommen würde.
Trotzdem ist das, was am Sonntag am fünftgrößten deutschen Flughafen passierte, blamabel für den Mann, der diesen seit 2005 leitet.

Wie kann ein Kurzschluss die Stromversorgung so lahmlegen, dass nichts mehr läuft außer dem Tower, der ein autarkes System hat? Der Flughafen will schnell für Aufklärung sorgen. Doch der eine oder andere in der Luftfahrtbranche glaubt, schon eine Erklärung für das Desaster zu haben: veraltete Systeme.

Eggenschwiler ist Luftfahrtmanager durch und durch. Der gebürtige Schweizer, der seine Jugend in Basel verbrachte, studierte in St. Gallen Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Verkehr und Fremdenverkehr. Nach Führungsaufgaben bei den Schweizer Airlines Crossair und Swissair und einem Intermezzo als Berater heuerte der 59-Jährige beim Flughafen Hamburg an.

Durch seine große Luftfahrterfahrung weiß Eggenschwiler, wie wichtig ein straffes Kostenmanagement ist, gerade an einem Flughafen wie Hamburg, der stark von Billigairlines geprägt ist. „Eggenschwiler ist bekannt dafür, beim Thema Geld und Investitionen eher sparsam zu sein“, sagt ein Branchenkenner.

Vielleicht wurde der Bogen überspannt. Denn es ist nicht das erste Mal, dass knappe Ressourcen den Flughafen in die Schlagzeilen bringen. Im vergangenen Jahr sorgte Personalmangel für lange Wartezeiten bei der Gepäckausgabe.

Eggenschwiler, dessen Vertrag bis Ende 2022 läuft, scheint das Problem erkannt zu haben. Am Flughafen wird wieder mehr investiert – in Personal, aber auch in die notwendigen Systeme. Dass der Gewinn im vergangenen Jahr von 48,1 auf 46,6 Millionen Euro fiel, liegt auch an erhöhten Ausgaben für die Infrastruktur. Nun muss der Schweizer hoffen, dass sich die Ausgaben bald in höherer Verlässlichkeit niederschlagen.

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