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Milliardärin Susanne Klatten „Das ist ja nichts, was man ausgeben kann“

Susanne Klatten gilt als reichste Frau Deutschlands: reich an Geld und reich an Einfluss. Erst am vergangenen Freitag empfing sie Bundeskanzlerin Angela Merkel. Jetzt hat sie ausnahmsweise ein Interview gegeben.
09.09.2015 - 16:04 Uhr
Die reichste Frau Deutschlands, Susanne Klatten, hat dem „Stern“ ein Interview gegeben. Quelle: dpa
Susanne Klatten

Die reichste Frau Deutschlands, Susanne Klatten, hat dem „Stern“ ein Interview gegeben.

(Foto: dpa)

München/Hamburg Die Milliardärin Susanne Klatten (53) sieht ihr Vermögen vor allem als große Aufgabe. „Wenn man Mittel in dieser Höhe hat, muss man sich auch darum kümmern. Das ist ja nichts, was man ausgeben kann“, sagte die Quandt-Erbin und BMW-Großaktionärin in einem Gespräch mit dem Buchautor Rüdiger Jungbluth, das an diesem Donnerstag im „Stern“ zu lesen ist. „Irgendwann hat man ein schönes Haus und ein Ferienhaus, man kann sich gut ernähren und Urlaub machen.“

Klatten ist laut US-Wirtschaftsmagazin „Forbes“ mit einem Vermögen von rund 17 Milliarden Dollar (rund 15 Milliarden Euro) die reichste Frau Deutschlands und steht in der berühmten Liste weltweit auf Platz 54. Erst am vergangenen Freitag empfing sie als Gesellschafterin des Münchner Gründerzentrums UnternehmerTUM an der Technischen Universität Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

Interviews gibt sie nie – für das Gespräch, das nach „Stern“-Angaben in eine Biografie der Familie münden soll, machte Klatten, die 2007 als Opfer eines Liebesbetrügers in die Schlagzeilen geriet, jetzt aber eine Ausnahme und erzählte auch Privates.

Sie räumte mit dem Gerücht auf, ihr Mann, Jan Klatten, habe nach dem Kennenlernen sieben Monate lang nicht gewusst, wer sie sei. „Diese Geschichte war frei erfunden“, sagte Klatten. „Wir wurden uns schon vorgestellt, als ich in der BMW-Zentrale in München in einer Finanzabteilung arbeitete.“

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    So ticken Deutschlands Superreiche
    Wie gehen Hochvermögende mit ihrem Geld um?
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    (Foto: dpa)
    Aktien auf der Einkaufsliste
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    Erkenntnis Nr. 1: Sie lieben Aktien. 71 Prozent der deutschen Hochvermögenden haben ein erhöhtes Investment in Aktien. 62 Prozent haben direkt in Immobilien investiert und 45 Prozent habenb sich direkt an Unternehmen beteiligt. Von Renten und geschlossen Fonds lassen sie lieber die Finger: 53 Prozent haben ihre Renteninvestments reduziert und 45 Prozent haben sich von geschlossenen Fonds getrennt.

    (Foto: dpa)
    Normalität erwünscht
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    Erkenntnis Nr. 2: Schweigen ist Gold. Ganz anders als der aufsehenerregende Bruce Wayne setzen deutsche Hochvermögende auf Diskretion. 52 Prozent der 115 Befragten gaben an, dass ihnen Diskretion wichtiger ist als öffentliches Ansehen – nur 10 Prozent dagegen ziehen die Reputation vor. Die Idee: Wenn niemand „da draußen“ weiß, wie viel Geld in der Familie ist, dann könne man ein „normales“ Leben führen. Und: Je größer das Vermögen, desto größer der Wunsch nach Diskretion.

    (Foto: dpa)
    Die Anderen sind schuld
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    Erkenntnis Nr. 3: Das größte Risiko ist der Markt. Deutschlands Hochvermögende wurden nach dem größten Risiko für ihre Finanzen gefragt. Die Antwort: Unvorhergesehene Marktentwicklung. Mit anderen Worten: Wenn etwas schief läuft, ist der Markt schuld. Die Studienautorin erklärt diese Haltung wie folgt: Menschen sehen in der Regel in äußerlichen (unbekannten) Faktoren eher eine Bedrohung als in sich selbst. „Fehlende Kapitalanlagekompetenz“ landet dementsprechend erst auf Platz sechs der Risiken.

    (Foto: dpa)
    Der eigene Weg geht vor
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    Erkenntnis Nr. 4: Kinder sollen ihren eigenen Weg gehen. Soll die nächste Generation das Unternehmen weiterführen oder sich selbst verwirklichen? 46 Prozent der Hochvermögenden stimmten für letzteres. 29 Prozent gewichteten beides gleich.

    (Foto: dpa)
    Unerschütterlich
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    Erkenntnis Nr. 5: Deutsche Superreiche lassen sich kaum vom Kurs abbringen. Seit 2007 haben deutsche Hochvermögende ihre Unternehmensstrategie nicht risikobedingt verändert. Vor allem Vermögende (96 Prozent), die nur ein Unternehmen besitzen (das klassische Familienunternehmen), zeigen sich standfest. Unternehmer dagegen, die mehr als ein Stammunternehmen besitzen neigen eher dazu ihren Kurs zu ändern: Hier haben 60 Prozent ihre Strategie risikobedingt angepasst.

    (Foto: dpa)
    Sicher ist sicher
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    Erkenntnis Nr. 6: Die Hochvermögenden gehen es ruhig und sicher an. 37 Prozent bevorzugen ein niedriges Risiko bei ihrem Anlagerisikoprofil. Ebenfalls hoch im Kurs ist die „konservative Kombination“ mit 31 Prozent. Ein hohes Risiko bevorzugen fünf Prozent und zehn Prozent setzen auf „offensiche Kokmbinationen“. Das hart erarbeitete Vermögen soll also in erster Linie erhalten bleiben und keinem Risiko ausgesetzt werden.

    (Foto: obs)

    Später im Werk Regensburg habe sie den Ingenieur zufällig in der Kantine wiedergesehen. „Also bin ich zielstrebig auf ihn zugegangen und habe mit ihm zu Mittag gegessen, was die ganze Kantine mitbekommen hat. Das wurde interessiert beobachtet.“ Über den Liebesbetrug und den aufsehenerregenden Prozess spricht sie in dem Interview nicht.

    • dpa
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