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Muhammad Yunus Nobelpreisträger klagt gegen seine Entlassung

Auch ein Friedensnobelpreisträger ist vor Kündigungen nicht gefeit. So wie Muhammad Yunus. Der Erfinder der Mikrokredite kämpft derzeit gegen seine Entlassung - durch die Bank, die er einst selbst gegründet hat.
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Muhammad Yunus: Auch ein Friedensnobelpreisträger ist mal böse. Quelle: dapd

Muhammad Yunus: Auch ein Friedensnobelpreisträger ist mal böse.

(Foto: dapd)

Dhaka Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus hat am Mittwoch Rechtsmittel gegen die Entscheidung eines Gerichts in Bangladesch eingelegt, das seine Absetzung als Direktor der Grameen Bank am Vortag bestätigt hatte. Eine Anhörung sei noch im Lauf des Tage geplant, sagte Yunus' Anwältin, Sara Hossain.

Die Eingabe vor dem Obersten Gericht ist Yunus' letzte juristische Möglichkeit im Bemühen, den Posten bei der Bank zu behalten. Die bengalische Zentralbank gab die Entlassung von Yunus in der vergangenen Woche bekannt und begründet sie damit, dass er über eine bindende Altersgrenze von 60 Jahren hinaus im Amt geblieben sei.

Der 70-Jährige ist Gründer der Grameen Bank, die Mikrokredite an Mittellose vergibt und damit versucht, die Armut der Bevölkerung in Bangladesch zu lindern. Yunus gilt als einer der Begründer des Mikrofinanz-Gedankens. 2006 wurde er dafür mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Derzeit hat die Bank neun Millionen Schuldner, 97 Prozent davon sind Frauen. Diese nutzen das Geld, um finanziell über die Runden zu kommen oder um ein kleines Geschäft zu gründen. Yunus gilt als Kritiker der Regierung, die bisher mit 25 Prozent an der Bank beteiligt ist. Nach Angaben der Grameen Bank wurde er im Jahr 2000 auf unbestimmte Zeit zum Direktor des Instituts ernannt.

  • dapd
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