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Nasser Al-Khelaifi Chef von Tuchel-Klub Paris St. Germain wird der Korruption verdächtigt

Der Präsident des französischen Fußballmeisters soll versucht haben, die Leichtathletik-WM 2017 zu „kaufen“. Es geht um eine mögliche Millionenzahlung.
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Der PSG-Präsident soll eine Millionenzahlung an den früheren Chef des Weltverbandes für Leichtathletik geleistet haben. Quelle: AP
Nasser Al-Khelaifi

Der PSG-Präsident soll eine Millionenzahlung an den früheren Chef des Weltverbandes für Leichtathletik geleistet haben.

(Foto: AP)

ParisSchwarze Saison für Nasser Al-Khelaifi: Der Präsident des Fußballvereins Paris Saint-Germain wird von der französischen Justiz der aktiven Korruption verdächtigt. Der katarische Geschäftsmann soll versucht haben, die Leichtathletik-Weltmeisterschaft 2017 zu „kaufen“.

Der Untersuchungsrichter Renaud van Ruymbeke hatte den seit 2011 bei PSG als Chef amtierenden zunächst als Zeugen eingestuft, behandelt ihn nun aber als unmittelbar vor der Anklage stehend, „mis en examen“ auf Französisch.

Al-Khelaifi soll, möglicherweise im Zusammenspiel mit seinem Bruder Khaled, mindestens eine Zahlung von 35 Millionen Dollar an den früheren Chef des Weltverbandes für Leichtathletik geleistet haben, damit die Weltmeisterschaft an Katar vergeben würde. Laut Darstellung französischer Medien ermittelt Van Ruymbeke wegen Dopingverdachts gegen verschiedene Athleten und ist dabei über eine verdächtige Zahlung des PSG-Chefs gestolpert.

Dessen Anwalt bezeichnet die Ermittlungen als völlig unbegründet. Al-Khelaifi habe sich überhaupt nichts zuschulden kommen lassen, außerdem seien die mutmaßlichen Straftaten bereits verjährt. Auch sei Frankreich nicht zuständig.

Paris St. Germain unter dem deutschen Trainer Thomas Tuchel steht in der noch laufenden Saison bereits als französischer Meister fest, scheiterte in der Champions League aber bereits im Achtelfinale. In Paris spielen Superstars wie der Brasilianer Neymar und auch die deutschen Nationalspieler Julian Draxler und Thilo Kehrer.

Van Ruymbeke ermittelt auch gegen Nassers Bruder Khaled, der in Doha ansässig ist. Er leitet ein Unternehmen namens Oryx, über das die Gelder möglicherweise geflossen sind. Ihn zur Vernehmung nach Paris vorzuladen gestaltet sich schwierig. In die Untersuchungen ist außerdem ein weiteres Mitglied des PSG-Verwaltungsrats verwickelt, wie die Tageszeitung „Le Monde“ am 21. Mai enthüllt hatte: Yousef Al-Obaidly, Chef des katarischen Sportsenders BeIN Sport. Er soll, als er noch Geschäftsführer des Senders war, an Korruptionszahlungen mitgewirkt haben.

Mehr: Für Nasser Al-Khelaifi ist es nicht der erste Zusammenstoß mit der Justiz. In der Schweiz muss er sich gemeinsam mit dem früheren Fifa-Generalsekretär Jérôme Valcke wegen des Vorwurfs verantworten, dass TV-Fußballrechte für 2026 und 2030 unter rechtswidrigen Umständen an BeIN Sport gegangen seien.

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