Neue Käufergruppen Wie das iPad E-Commerce verändern wird

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Home-Affairs, der Katalog von Otto, nutzt die Möglichkeiten des iPad kaum. Quelle: T3N

Home-Affairs, der Katalog von Otto, nutzt die Möglichkeiten des iPad kaum.

Emotionen und Spaß sollen eindeutig im Vordergrund stehen. Ein Muss sind daher spielerische und interaktive Funktionen. Beispiele hierfür sind die animierte Artikelpräsentation, das Einspielen von Laufsteg- oder Produktvideos, das inspirierende Stöbern, aber auch die Kombination und das Speichern von Produkten mit einfachen Gesten. Ebenfalls in diese Kategorie fallen Möglichkeiten wie die Resultate auszutauschen, zu kommentieren und via Social-Media-Angeboten an Freunde weiter zu leiten. Des Weiteren möchte der Nutzer partizipieren, sprich Produkte oder Artikel bewerten und darüber diskutieren. Nutzt eine iPad-App zusätzlich GPS und Neigungssensor, wird sie garantiert zum Favoriten gekürt.

Vor allem der Neigungssensor birgt noch ungeahnte Möglichkeiten. Wie wäre es, wenn sich das präsentierte Produkt im gleichen Maße dreht, kippt und neigt wie das iPad selber? Damit kommt man dem 3D-Shopping-Erlebnis schon sehr nahe. Aber aufgepasst: Produktpräsentationen und Videos dürfen nicht zu lange laden und müssen gleichzeitig trotzdem qualitativ überzeugen. Auf PDF-Prospekte auf dem iPad hat niemand gewartet.

Bevor eine iPad Applikation online gestellt wird, sind umfangreiche Nutzertests dringend zu empfehlen. Erst wenn der Nutzer bei der Anwendung einen deutlichen Mehrwert erkennt, sollte der Entwickler diese der breiten Masse zugänglich machen. Die ersten verfügbaren Anwendungen sind noch nicht ausgereift und der „First-Mover“-Vorteil kann sich schnell zum Rohrkrepierer entwickeln, wie das Beispiel des Versandhändlers Otto illustriert.

Als einer der ersten veröffentlichte der Versandhandelsriese Otto eine iPad-Applikation zum Download. Diese versprach eine „neue Verbindung zwischen Katalog und Onlineshop“. Man merkt allerdings sehr schnell, dass die konzeptionelle und gestalterische Umsetzung komplett an den Erwartungen vorbei geht.

Die App stellt gradezu lieblos nur den Printkatalog dar, wie es auch ein PDF kann. Der Katalog ist zwar blätter- und beschränkt zoombar, doch weder kann man die Produkte direkt ausgwählen, noch gibt es eine moderne Suche. Sogar auf rudimentäre Shop-Funktionen wurde verzichtet. Wer einen Artikel kaufen will, wählt zuerst aus einer Liste aus, die alle auf der entsprechenden Katalogseite angepriesenen Artikel enthält. Warenkorb und Checkout befinden sich bei www.otto.de. Da kann man auch direkt in den Browser wechseln. Otto hat die erste Chance für den Katalog 2.0, der über das iPad ständig im sozialen Umfeld in Griffweite liegt, vergeben.

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1 Kommentar zu "Neue Käufergruppen: Wie das iPad E-Commerce verändern wird"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • im Grunde sind die meisten Apps noch ziemlich am Anfang der/einer Entwicklung.

    ich glaube daß das über die Jahre besser und ausgereifter wird, gute solide Entwicklung brauch Zeit.

    Der Autor bzw der beitrag liefert aber interessante Aspekte, ich schreibe diesen beitrag gerade aus dem Auto vom iPad, und ich habe das iPad immer dabei wenn ich weggehe.

    Das iPad ist ein überall dabei Medium, und ich bin sofort drin, kein hochfahren oder starten nötig.

    Das iPad mit seinen Apps ist ein neuer Meilenstein geworden - klar und wer die richtigen ausgereiften inteligenten Apps liefert, wird Erfolg haben.

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