Neue Konzernstrategie Kaeser tauscht Köpfe bei Siemens

Am Mittwoch stellt Siemens-Chef Joe Kaeser die Konzernstrategie vor. Schon jetzt ist klar: Der Vorstand wird vom Umbau nicht verschont bleiben. Der Energievorstand muss gehen – und wird ersetzt durch eine Amerikanerin.
Update: 06.05.2014 - 14:44 Uhr 6 Kommentare

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MünchenSiemens-Chef Joe Kaeser will seine neue Konzernstrategie mit einer neuen Führungsmannschaft umsetzen. Energievorstand Michael Süß verlässt das Unternehmen, erfuhr das Handelsblatt aus Unternehmenskreisen. Ihm wird vor allem vorgeworfen, dass er zu lange nur auf große Gaskraftwerke setzte. Siemens muss nun teuer zukaufen, um die Lücken im Produktportfolio zum Beispiel bei kleineren Gasturbinen zu füllen.

Bei seinem Vorstandsumbau will Kaeser auch für mehr Diversität sorgen. Laut Unternehmenskreisen wird eine Frau in den Vorstand einziehen. Nach dem Abschied von Barbara Kux und Brigitte Ederer waren die deutschen Männer im Siemens-Vorstand in den vergangenen Monaten wieder unter sich. Kaeser hatte immer wieder klargestellt, dass dies kein Dauerzustand sein könne. In der zweiten Reihe hatte er bereits mehrere Frauen befördert – so leitet Janina Kugel seit einigen Monaten die Führungskräfteentwicklung.

Nach Informationen des Handelsblatts aus Unternehmenskreisen wird Shell-Managerin Lisa Davis den Vorstandsposten von Süß übernehmen. Die Amerikanerin soll auf der Aufsichtsratssitzung am Dienstagabend vorgestellt werden. Siemens wollte die Informationen über Davis und den Abschied von Süß nicht kommentieren. Personalthemen seien Sache des Aufsichtsrats. Das Kontrollgremium tritt am Dienstagabend zusammen.

Die Zuständigkeiten im Vorstand müssen ohnehin neu verteilt werden. Kaeser wird am Mittwoch bei der Vorstellung seiner neuen Strategie die Auflösung der vier Sektoren verkünden. Für diese waren im Vorstand bislang neben Süß noch Siegfried Russwurm (Industrie), Hermann Requardt (Medizintechnik) und Roland Busch (Infrastruktur) verantwortlich.

  • ax
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6 Kommentare zu "Neue Konzernstrategie: Kaeser tauscht Köpfe bei Siemens"

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  • @tomtomtoy
    Da muss ich Ihnen Recht geben. Siemens hat fahrlässig seine Hochtechnologie der Kernkrafttechnik (Wissen/Innovationskraft/Hochtechnologie/Fortschritt) aus der Hand gegeben.
    Siemens, das sich selbst als Technologieunternehmen bezeichnet hat mit dem "Verbannen der Kernkrafttechnik" ein sehr sehr großen Fehler begangen!
    Als großer Technologiekonzern der Welt, kann ich nicht aus irgendwelchen politischen ideologischen Befindlichkeiten heraus auf die Nummer 1 der Hochtechnologie, die Kernkrafttechnik, verzichten und diese komplett abschreiben!
    Der weltweite innovative Taktgeber im Energiesektor sind NICHT die sog. Erneuerbaren Energien oder Kohle- bzw. Gaskraftwerke, sondern die Kernenergie (Spaltung/Fusion) mit den Energieträgern Uran bzw. Thorium.
    Wind und Sonne bleiben unberechenbar und sind somit komplett untauglich/unwirtschaftlich.
    Kohle unterscheidet sich in Stein- und Braunkohle und das war es auch schon mit der Entwicklung bei den Kohlekraftwerken. Gas bleibt Gas und auch hier ist die technische Entwicklung der Kraftwerke schon ausgeschöpft.
    Nur die Kernkraft bietet noch genug Entwicklungspotential. Bis dato gibt es nur die Spaltung. Die Fusion ist noch eine Herausforderung. Bis dato wird hauptsächlich noch auf den Brennstoff Uran gesetzt. Thorium und andere Kernbrennstoffe stehen noch in den Startlöchern. Die Kernkrafttechnik wird sich hier weltweit weiterentwickeln. Und dies schafft neues innovatives Wissen und Arbeitsplätze bzw. wertschöpfenden Spielraum für eine auf billiger und zuverlässig basierenden Industrie- und IT Wohlstandsgesellschaft.

  • Bosch will BSH

    Bevor Siemens auch noch die Hausgeräteabteilung kopflos verscherbelt, will man lieber auf Nummer sicher gehen.

  • Wenn Siemens nichts anderes anzubieten hat als Gasturbinen , Waschmaschinen und Staubsauger werden wir in den nächsten 10 Jahren von Insolvenz des einstigen Industriegiganten sprechen müssen .
    Das baut heute doch fast jeder und viel viel billiger , der ausstieg aus dem nicht konventionellen Kraftwerksbau war einer der größten Fehler den Siemens in der Vergangenheit Siemens gemacht hat .....

  • Es ist erstaunlich, dass Siemens noch existiert, bei der Leidensgeschichte mit den Vorständen und Aufsichtsräten.

  • ... wenn ich mir sein Bild so ansehe, dann könnte er auch einen neuen Kopf gebrauchen ... ;)

  • Zitat : Bei seinem Vorstandsumbau will Kaeser auch für mehr Diversität sorgen. Laut Unternehmenskreisen wird eine Frau in den Vorstand einziehen.

    - und bei der nächsten Umstrukturierung wird es heißen, Siemens konzentriert sich auf das Kerngeschäft.....weg von der Diversität !

    Alles schon gehabt, nichts Neues, Quoten-Frauen werden den Untergang dieses bürokratischen Monsters noch beschleunigen !

    Jo Kaeser ist wohl ein guter Abwickler....nach Abwicklung der Handy-Sparte wickelt er jetzt den Konzern ab !

    Good Bye Siemens !


    .

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