Neue Vorstände Playmobil holt sich Verstärkung bei Disney

2017 war für Playmobil ein erfolgreiches Jahr. Nun will sich der Spielwarenhersteller künftig verstärkt um die Digitalisierung kümmern. Dafür holen die Franken einen Manager von Disney an Bord.
Update: 11.01.2018 - 14:42 Uhr Kommentieren
Lars Wagner soll sich bei den Franken vor allem um das Thema Digitalisierung kümmern. Quelle: AFP
Playmobil im Handel

Lars Wagner soll sich bei den Franken vor allem um das Thema Digitalisierung kümmern.

(Foto: AFP)

ZirndorfKnapp drei Wochen vor Beginn der Spielwarenmesse in Nürnberg stellt sich der Spielwarenhersteller Playmobil personell neu auf. Wie die Brandstätter Unternehmensgruppe am Donnerstag mitteilte, wird Lars Wagner das Vorstandsressort Marken- und Produkt-Management übernehmen. Er wechselt vom Disney-Konzern zu Playmobil und soll sich bei den Franken vor allem um das Thema Digitalisierung kümmern. Playmobil habe 2017 ein erfolgreiches Geschäftsjahr gehabt, sagte ein Sprecher. Bei der am 31. Januar beginnenden Spielwarenmesse werde man erfreuliche Zahlen vermelden können.

In dieser komfortablen Situation wolle Playmobil den Blick nach vorne richten und dafür personell die Weichen stellen, sagte der Sprecher im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.

Der 46 Jahre alte Wagner war bei Disney hauptsächlich im deutschsprachigen Raum unter anderem für das Marketing, den Bereich digitale Innovation sowie die Entwicklung der Disney Channels verantwortlich. Zuvor war er bei den Universal Studios Networks Deutschland und der ProSieben Media AG tätig. Branchenkenner erwarten, dass Playmobil in Zukunft – ähnlich wie die Konkurrenz – verstärkt auf digitale Trends setzen will. Im vergangenen Jahr hatte Playmobil auf der Spielwarenmesse angekündigt, vor allem mit Spielfiguren aus beliebten Kino-Kinderfilmen wachsen zu wollen.

Diese Spielzeuge landen auf dem Wunschzettel
Platz 10: Street Magic
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Bis Weihnachten ist es nicht mehr lang – daher hat der Bundesverband des Spielwaren-Einzelhandels (BVS) die Top-10 der Spielwaren in diesem Jahr gekürt. Das Ranking zeigt: Zum Fest dürften einige Kinderwünsche die Nerven der Eltern strapazieren. So schaffen es der Zauberkoffer der Ehrlich Brothers, ein deutsches Showmagier-Duo, auf Platz zehn der Top 10 Spielwaren 2017. Darin finden sich unter anderem 40 Zaubertricks, Zauberhandschellen und ein Zauberportemonnaie. In Videos erzählen die beiden Magier mit Steckdosenfrisuren, wie die Zaubertricks funktionieren. Der Spielwarenhersteller Clementoni verlangt dafür 49,99 Euro.

Platz 9: Riesige Bergmine
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Was im Ruhrgebiet an den meisten Orten längst Geschichte ist, lässt sich nun im Kinderzimmer nachspielen: Die Riesenbergmine von Hape International, mit Kran und Förderband und Bahngleisen über mehrere Ebenen, ist für Kinder ab drei Jahren geeignet. Kostenpunkt: 179,99 Euro.

Platz 8: Dschungel-Forschungsstation
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Wer davon träumt, sein Leben in einer Hütte mit einem Orang-Utan und menschenfressenden Tiere zu verbringen, der könnte an dieser Dschungel-Forschungsstation von Schleich auf Platz acht Interesse haben. Unklar ist, wie diese Szene aus Baby-Elefant, Panther und Krokodil ausgeht. Vermutlich werden sich alle Tiere von der Suppe nehmen, die gerade über dem Feuer hängt und einen Plan aushecken, wie sie den Menschen loswerden können. Preis 99,99 Euro.

Platz 7: VR-Racer
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Der VR-Racer kombiniert ein ferngesteuertes Spielzeug-Rennauto mit Virtueller Realität. Eine Kamera auf dem Dach des Autos überträgt das Bild live auf die VR-Brille, sodass sich Kinder ab acht Jahren fühlen, als säßen sich im Cockpit. Zudem lernen die jungen Rennfahrer früh die Mühen der Elektromobilität kennen: Der VR-Racer ist zwar schnell, muss aber länger an der Steckdose hängen als er fahren kann. Dafür verlangt der Hersteller Revell 109,00 Euro.

Platz 6: Schwerkraft erleben
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Dass das Marmeladenbrot meistens auf der Marmeladenseite landet, soll an der Höhe des Tisches liegen, munkeln Schwerkraftforscher. Wer sich für die Erdanziehungskraft unserer Erde interessiert, der könnte Spaß am Katapult und der Gauß-Kanone haben, die sich in diesem Gravitationsspiel befinden. Im Vergleich zur Dschungel-Forschungsstation sieht es recht steril aus, aber dafür wird hier auch solide Grundlagenforschung betrieben.

Platz 5: Playmobil Dragons
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Drachen und Burgen scheinen im Kinderzimmer nie auszusterben. Playmobil schielt mit seiner Drachenwelt im Wikinger-Thema auf die Fans der Animationsfilmreihe „Drachenzähmen leicht gemacht“. Die Wikinger auf Schuppentieren gibt es ab 12,49 Euro – für die komplette Drachenwelt verlangt Playmobil 124,99 Euro.

Platz 4: LEGO-City Dschungel-Forschungsstation
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„Dschungel“ und „Forschung“ zum Zusammenbauen landen auf Platz vier. Sei es ein Flugzeugwrack, ein Tempel, eine fleischfressende Riesenpflanze oder ein Mann mit einer Machete: Filmheld Indiana Jones hätte sich in dieser Lego-Welt sichtlich wohlgefühlt. Kostenpunkt: 99,99 Euro.

Verstärkung holt sich Playmobil zudem vom US-Spielzeugriesen Hasbro. Der 54 Jahre alte Manager Roger Balser, der bei Hasbro unter anderem für den Aufbau von internationalen Vertriebsstrukturen zuständig war, werde ebenfalls im Januar in den Playmobil-Vorstand wechseln, teilte die Brandstätter Unternehmensgruppe mit.

  • dpa
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