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Neuer Bahn-Aufseher Müller ist politisch gut verdrahtet Mehdorn bekommt Rückendeckung vom neuen Oberaufseher

Der Vorstandschef der Deutschen Bahn AG Hartmut Mehdorn bekommt Unterstützung. Neuer Bahn-Aufsichtsratschef soll heute Werner Müller werden, Vorstandschef des Mischkonzerns RAG. Müller gilt als Mann, der gegen die Zerschlagung des Bahnkonzerns ist.
  • E. Krummheuer und M. Hennes

DÜSSELDORF. Wohl kein großes Unternehmen ist so unmittelbar betroffen von politischen Erdbeben wie die Deutsche Bahn AG. Vorstandschef Hartmut Mehdorn jedenfalls wird im Berliner Machtvakuum höchstens noch einen leichten Schlaf haben. Auch wenn er sagt: „Die Themen bleiben die gleichen, auch nach einem Regierungswechsel.“ Auch wenn er bekräftigt: „Die persönlichen Drähte sind gut, wir reden mit allen.“ Da bekommt er zur rechten Zeit Rückendeckung: Neuer Bahn-Aufsichtsratschef soll heute Werner Müller werden, der 59-jährige Vorstandschef des Mischkonzerns RAG.

Seine Wahl gilt als sicher. Ein Sprecher von Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe nannte Müller den „Wunschkandidaten der Bundesregierung“. Heute ist Hauptversammlung des formal privatisierten, aber hundertprozentig bundeseigenen Bahnkonzerns. Im Anschluss konstituiert sich der Aufsichtsrat, der dann aus seiner Mitte den Vorsitzenden wählt. Müller sitzt seit letztem Oktober im Aufsichtsrat.

Mit Müller gewinnt Mehdorn, der temperamentvolle, in der Politik wegen seiner Kompromisslosigkeit häufig als schwierig empfundene Bahnchef, einen Mitstreiter, der in seiner ruhigen, pragmatischen Art einen Kontrapunkt setzt – und zudem glänzend politisch verdrahtet ist. Bevor der designierte Bahn-Aufsichtsratschef 2003 den Vorsitz des ehemaligen Ruhrkohle-Konzerns übernahm, saß er vier Jahre als parteiloser Wirtschaftsminister im ersten Kabinett Schröder.

Der anschließende Job in Essen in der einstigen nordrhein-westfälischen Vorzeigebranche Montan zeigte einmal mehr, dass Müller, der in seiner Jugend Konzertpianist werden wollte, die Klaviatur der Politik beherrscht – auch wenn er nach dem Machtwechsel in Düsseldorf nun kräftigen Gegenwind hat.

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