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Nick Read Der neue Vodafone-Chef will Milliarden sparen

Bei seinem Einstand musste Nick Read tiefrote Zahlen verkünden. Jetzt will der neue Vorstandschef von Vodafone endlich die Bilanz verbessern.
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Der 54-Jährige übernahm erst im Oktober den Posten des Vodafone-Vorstandschefs. Quelle: Vodafone Group
Nick Read

Der 54-Jährige übernahm erst im Oktober den Posten des Vodafone-Vorstandschefs.

(Foto: Vodafone Group)

LondonDen Einstand hätte sich Nick Read, 54, wohl anders gewünscht. Zum ersten Mal stellte er am Dienstag in seiner Rolle als Vorstandschef von Vodafone die Zwischenbilanz des weltgrößten Mobilfunkkonzerns vor – und musste gleich tiefrote Zahlen verkünden: Ein Minus von 7,8 Milliarden Euro für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2018/2019. Der Umsatz fiel auch stärker als erwartet um 5,5 Prozent auf 21,8 Milliarden Euro.

Überraschen konnte den Engländer der Zustand des Unternehmens kaum, war er doch seit 2014 schon Finanzvorstand gewesen. Im Oktober dieses Jahres hatte er dann vom langjährigen Vorstandschef Vittorio Colao übernommen. Nun kündigte Read an, die Firma künftig anders führen zu wollen. Das Geschäft müsse operativ konstanter werden, sagte Read.

Das will der gelernte Controller aus Manchester durch strikte Kostendisziplin und bessere Ausnutzung der Infrastruktur erreichen. Bis 2021 will er europaweit 1,2 Milliarden Euro einsparen. Insbesondere in Italien und Spanien wachsen die Verluste. Starke lokale Wettbewerber drücken die Margen.

Immerhin ist Vodafones wichtigster Markt, Deutschland, stabil. Hier wartet Read auf grünes Licht des Bundeskartellamts zur Übernahme des Kabelbetreibers Unitymedia. Eine Entscheidung wird bis Ende des Monats erwartet.

Read muss sich auch etwas einfallen lassen, um den hohen Schuldenberg von 32 Milliarden Euro abzubauen. Eine Möglichkeit wäre der Verkauf von mehr als 50.000 Sendemasten in Europa. Das könnte bis zu zwölf Milliarden Euro einbringen. Hingegen dürfte der Einstieg in den neuen Mobilfunkstandard 5G noch viele zusätzliche Milliarden verschlingen. Aber verschlafen darf Vodafone den Trend nicht.

Trotz der schlechten Zahlen – oder gerade deshalb – kündigte Read an, die Dividende beizubehalten. Die Aktie schoss prompt steil nach oben, doch sie notiert immer noch mehr als 30 Prozent niedriger als zu Jahresbeginn. Read wird nun bald liefern müssen. Der aktivistische US-Investor Elliott Advisors ist nicht gerade für seine Geduld bekannt

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