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Nicola Leibinger-Kammüller „Die Grenze muss jeder selbst festlegen“

Für Nicola Leibinger-Kammüller, Chefin von Trumpf, ist die Anzahl der Mandate allein kein Gradmesser, wie verantwortungsvoll Aufsichtsräte die Geschicke des Vorstands begleiten. Jeder solle seine Grenze selbst festlegen.
11.02.2016 - 11:22 Uhr
„Der Zeitpunkt der Kritik entbehrt nicht einer gewissen Ironie.“ Quelle: dpa
Nicola Leibinger-Kammüller

„Der Zeitpunkt der Kritik entbehrt nicht einer gewissen Ironie.“

(Foto: dpa)

Die Unternehmerin Nicola Leibinger-Kammüller ist eine gefragte Aufsichtsrätin. Sie ist bekannt dafür, mit klaren Worten Position zu beziehen. Und so stellt sich die 56-Jährige auch der aktuellen Debatte über die Häufung von Aufsichtsratsmandaten. Ihr Blick ist ein durchaus differenzierter.

Frau Leibinger-Kammüller, die Diskussion über die Ämterhäufung von Aufsichtsräten, das sogenannte Overboarding, nimmt deutlich zu. Wie finden Sie das?
Die Debatte ist nicht neu, sondern wird momentan lediglich durch Aktionärskreise forciert. Sie trägt wohl auch deshalb einen angelsächsischen Titel, weil amerikanische Anleger wie Fonds, die aus den USA seit langem Richtlinien hinsichtlich der Zahl der Mandate gewohnt sind, ihren Einfluss stärker in deutschen Unternehmen geltend machen. Die Begrenzung von Mandaten, die auch der deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, ist eine Maßnahme, um einer Ämterhäufung Einhalt zu gebieten. Vielleicht wird hierbei übersehen, dass sich die Kontrollmechanismen bis hin zur Haftung von Aufsichtsräten in den letzten Jahren verschärft haben.

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