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Notfallpläne Unternehmen spielen mögliches Euro-Aus durch

Mehrere große Konzerne bereiten sich laut einem Zeitungsbericht schon für den Fall vor, dass die Euro-Zone auseinanderbricht. Umstritten ist, wie hart ein wirkliches Euro-Aus die Unternehmen im Ernstfall treffen würde.
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Mehrere Konzerne bereiten sich angeblich schon auf ein Aus der Gemeinschaftswährung vor. Quelle: dpa

Mehrere Konzerne bereiten sich angeblich schon auf ein Aus der Gemeinschaftswährung vor.

(Foto: dpa)

London/BerlinMehrere Großunternehmen machen sich laut einem Zeitungsbericht derzeit auf ein mögliches Aus für den Euro gefasst. Das berichtet die britische „Financial Times“ vom Mittwoch und beruft sich auf Aussagen von Entscheidern aus international ausgerichteten Firmen. Diese bereiteten angesichts der ungelösten Schuldenkrise derzeit Pläne für den Fall vor, dass die Eurozone auseinanderbrechen sollte.

Allerdings spielen - gerade exportorientierte - Unternehmen ständig Risikoszenarien durch, die theoretisch Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf haben könnten, und nehmen im Zweifelsfall Absicherungen vor. Gerade bei Wechselkursrisiken sind solche Vorkehrungen („Hedging“) Routine. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) wollte am Mittwoch zu dem Bericht keine Stellung nehmen.

„Wenn Länder aus dem Euro austreten, gibt es eine massive Abwertung, die importierte Marken sehr, sehr teuer macht“, sagte etwa Andre Morgan, Europa-Chef des Spirituosenkonzerns Diageo („Guinness“, „Johnnie Walker“), der Zeitung. Um solche Risiken zu minimieren, versuchten Unternehmen wie Diageo derzeit, Bargeldreserven besonders sicher anzulegen und nicht unbedingt nötige Ausgaben stärker zu kontrollieren.

Bei einigen Unternehmen hält sich die Angst vor einem Auseinanderbrechens der Euro-Zone dem Bericht zufolge aber in Grenzen. Als Beispiel nennt die FT den portugiesischen Zweig des Autobauers Volkswagen. Falls Portugal aus dem Euro austräte, seien die Folgen für die Tochter nicht so schlimm, weil sie hauptsächlich exportiere und Teil eines weltweiten Konzerns sei, sagte Finanzdirektor Dieter Hoffmann der Zeitung.

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  • dpa
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