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Novartis-Generikasparte Sandoz-Chef Francis wirft mitten im Konzernumbau hin

Spartenchef Richard Francis tritt aus persönlichen Gründen zurück. Seinen Posten übernimmt vorübergehend Europa-Chef Francesco Balestrieri.
Update: 14.03.2019 - 16:30 Uhr Kommentieren
Der Sandoz-Chef tritt zum Monatsende zurück. Quelle: Sandoz
Richard Francis

Der Sandoz-Chef tritt zum Monatsende zurück.

(Foto: Sandoz)

ZürichNovartis baut sein Generikageschäft ohne Richard Francis um: Der langjährige Chef der Generikatochter Sandoz tritt zum Monatsende zurück, wie Novartis am Donnerstag mitteilte.

Mit seinem Abgang nährt Francis die Spekulationen über eine baldige Abtrennung des Generikageschäfts von dem Konzern. Doch davon wollen die Basler zum jetzigen Zeitpunkt nichts wissen: „Sandoz ist ein wichtiger Teil von Novartis“, teilte ein Konzernsprecher mit.

Die Leitung von Sandoz soll vorübergehend Francesco Balestrieri übernehmen. Der Italiener hat bislang das Europageschäft der Sparte geführt. Laut Novartis-Chef Vas Narasimhan habe Francis aus persönlichen Gründen entschieden, dass er nicht bis zum Abschluss der eingeleiteten Transformation bei Sandoz bleiben könne.

„Während ich davon begeistert bin, habe ich festgestellt, dass das ein mehrjähriger Weg ist, zu dem ich mich nicht verpflichten kann“, wird Francis zitiert.

Die Pläne, die Firmenchef Narasimhan für Sandoz verfolgt, wirken dialektisch: Sandoz soll zwar Teil des Novartis-Konzerns bleiben, aber zugleich eigenständiger werden. „Wir wollen Sandoz mehr Autonomie unter dem Schirm von Novartis geben, damit Sandoz langfristig erfolgreich sein kann“, heißt es in Basel.

Sandoz trug im vergangenen Jahr knapp ein Fünftel zum Novartis-Umsatz von 51,9 Milliarden Dollar bei. Die Sparte kämpft vor allem wegen Preisdrucks in den Vereinigten Staaten mit rückläufigen Verkaufserlösen und Gewinnen. So soll der Umbau Sandoz auch effizienter machen.

Von Teilen des amerikanischen Generika-Geschäfts hat sich Sandoz bereits getrennt. Stattdessen wird das Geschäft mit den so genannten Biosimilars forciert. Das sind Nachahmerversionen von biologisch hergestellten Medikamenten.

Novartis-Verwaltungsratspräsident Jörg Reinhardt hatte sich zwar jüngst in einem Interview zu Sandoz bekannt. Doch ZKB-Analyst Michael Nawrath glaubt dennoch an „die Möglichkeit eines Spin-Offs wie bei Alcon“. Die Augenheilsparte bringt Novartis derzeit an die Börse. Wie die Zukunft von Sandoz aussieht, darüber dürfte wohl erst danach endgültig entschieden werden.

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