Oberlandesgericht München EM-TV muss grundsätzlich Schadenersatz zahlen

EM-TV muss sich nun warm anziehen. Erstmals hat ein Gericht einem EM-TV grundsätzlich Anspruch auf Schadenersatz wegen falscher Adhoc-Mitteilungen zugesprochen.
Die Brüder Florian (r) und Thomas (l) Haffa haben wegen EM-TV schon viele Stunden vor Gericht verbracht. Foto: dpa

Die Brüder Florian (r) und Thomas (l) Haffa haben wegen EM-TV schon viele Stunden vor Gericht verbracht. Foto: dpa

HB MÜNCHEN. Das Oberlandesgericht hat der Klage eines Aktionärs gegen die Gesellschaft und zwei frühere Organmitglieder teilweise stattgegeben, teilte EM-TV am Mittwoch mit. Hier handle es sich aber um einen Einzelfall. Bislang seien alle sonstigen Urteile zu Gunsten von EM-TV ausgegangen.

Im vorliegenden Fall habe der Kläger zu dessen Gunsten teilweise entschieden wurde, eine Summe in Höhe von insgesamt rund 20



000 Euro geltend gemacht. Das OLG sah den Unternehmensangaben für einen von zwei Aktienkäufen über rund 10 000 Euro den Beweis als geführt an, dass der Aktionär aufgrund "einer angeblich falschen Adhoc-Mitteilung" im Jahre 2000 Aktien der früheren EM-TV & Merchandising AG gekauft hatte.

EM-TV kündigte an, bei den mitverklagten früheren Organmitgliedern "Rückgriff" zu nehmen, sollte sie Zahlung leisten müssen. Mehrere weitere Verfahren seien wegen mangelnder Kausalität beziehungsweise Verjährung zugunsten von EM-TV entschieden worden.

Gegen EM-TV seien bislang rund 165 Klagen eingereicht, worden, von denen etwa 15 zurückgenommen wurden. Etwa 75 dieser Verfahren seien durch obsiegendes Urteil oder Klagerücknahmen rechtskräftig beendet.

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