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Oettinger Billig-Brauer trennt sich von zwei Geschäftsführern

Die Brauerei Oettinger ist die Nummer zwei auf dem deutschen Biermarkt. Doch der Billiganbieter ist unter Druck geraten. Jetzt müssen zwei der drei Geschäftsführer das Familienunternehmen verlassen.
30.10.2017 - 17:14 Uhr Kommentieren
Laut Fachmagazin „Inside“ sank der Absatz von Oettinger im vergangenen Jahr um zwei Prozent. Quelle: dpa
Deutscher Biermarkt

Laut Fachmagazin „Inside“ sank der Absatz von Oettinger im vergangenen Jahr um zwei Prozent.

(Foto: dpa)

Oettingen Die neue Hauptgesellschafterin der Brauerei Oettinger, Pia Kollmar, hat nach einem Bericht der „Lebensmittelzeitung“ zwei der drei Geschäftsführer abgelöst. Der langjährige Vertriebschef Jörg Dierig gab selbst bekannt, dass er das Unternehmen verlasse. Auch Technik-Chef Karl Liebl muss laut „Lebensmittelzeitung“ gehen. Finanzchef Michael Mayer teilte der Deutschen Presse-Agentur mit, er bleibe. „Zu den Details der Personalentscheidungen möchten wir uns nicht weiter äußern.“

Die bayerische Brauerei Oettinger braut auch in Gotha, Braunschweig und Mönchengladbach und ist mit ihrer Stammmarke nach Krombacher die Nummer zwei auf dem deutschen Markt. Allerdings ist der Billiganbieter wegen der Sonderpreis-Aktionen der sogenannten Premiummarken unter Druck geraten; der Absatz sank laut Fachmagazin „Inside“ im vergangenen Jahr um zwei Prozent.

Die größten Bierbrauer der Welt
Platz 15: San Miguel Corporation
1 von 15

Der größte Getränke- und Lebensmittelhersteller der Philippinen schafft es gerade so auf die Top 15. Seinen Ursprung hat das Unternehmen in der 1890 in Manila durch einen Spanier gegründeten Bierbrauerei. Die gleichnamige Biersorte wird in die ganze Welt exportiert. Für den europäischen Markt ist die Tochter Mahou-San Miguel verantwortlich.

Ausstoß: 16,3 Millionen Hektoliter

Quelle: Barth-Haas Group, alle Zahlen für 2016

(Foto: Reuters)
Platz 14: Tempo Beer Industries
2 von 15

Verwechslungsgefahr: Die größte israelische Brauerei ist auf keine Weise mit dem gleichnamigen Papiertaschentuch-Hersteller verwandt. Im Jahr 1985 erwarb man mittels einer Fusion die alleinigen Produktionsrechte an der Marke Goldstar – die meistverkaufte Biersorte in Israel. Die Geschichte des als koscher zertifizierten Bieres reicht bis in die 1950er-Jahre zurück. Die britische Musikgruppe Duran Duran honorierte die Marke im Jahr 1981 mit einer Nennung zu Beginn des Lieds „Tel Aviv“: „The afternoon, it's one maybe two - Sipping away my last gold star, not so much to do.“

Ausstoß: 18 Millionen Hektoliter

(Foto: Wikipedia)
Platz 13: Efes
3 von 15

Der seit 1969 tätige Marktführer der Türkei nennt sich Anadolu Efes Biracılık ve Malt Sanayii A.Ş. Neben türkischen Brauereien betreibt der Getränkekonzern zahlreiche Standorte in Russland, Kasachstan und weiteren osteuropäischen Staaten. Das Efes Pilsen ist die meistverkaufte Marke des Herstellers.

Ausstoß: 19,5 Millionen Hektoliter

(Foto: Wikipedia)
Platz 12: Constellation Brands
4 von 15

Der Ursprung des US-amerikanischen Produzenten und Vermarkters von alkoholischen Getränken liegt ausnahmsweise nicht im Biergeschäft. Im Jahr 1945 wurde Constellation als Weinerzeuger gegründet und ist gemessen an der Menge noch heute der weltgrößte Produzent in der Branche. Aber auch mit dem Bier konnte ein festes Standbein etabliert werden. Im Rahmen einer Übernahme der mexikanischen Grupo Modelo durch AB Inbev musste die Brauereigruppe die Markenrechte verkaufen. Constellation erwarb diese für fast 5 Milliarden Dollar – zu den Marken gehört unter anderem Corona.

Ausstoß: 21 Millionen Hektoliter

(Foto: dapd)
Platz 11: Petrópolis
5 von 15

Was hat das urbayerische Kloster Weltenburg mit der zweitgrößten Brauereigruppe Brasiliens zu tun? Die Benediktinerabtei bezeichnet sich selbst als „älteste Klosterbrauerei der Welt“ – Aufzeichnungen belegen, dass in Weltenburg bereits im Jahr 1050 Bier hergestellt wurde. Nur 960 Jahre später erwarb Petrópolis die Lizenz zur Produktion des Weltenburgers. Die brasilianische Privatbrauerei ist weiterhin für Marken wie Itaipava, Crystal und Black Princess verantwortlich.

Ausstoß: 21,4 Millionen Hektoliter

(Foto: picture alliance)
Platz 10: Groupe Castel
6 von 15

Im Jahr 1949 gründete der Franzose Pierre Castel die nach ihm benannte Brauerei – und gibt die Leitung des Unternehmens bis heute nicht aus Familienhand. Castel ist nicht nur führender Weinproduzent in Europa, sondern setzt vor allem auf ein starkes Getränkegeschäft in Afrika.

Ausstoß: 32,9 Millionen Hektoliter

(Foto: Wikipedia)
Platz 9: Kirin
7 von 15

Der japanische Brauereikonzern pflegt eine lange Tradition. Seit 1885 ist Kirin im Geschäft, agiert heutzutage allerdings als Teil der Mitsubishi-Gruppe. Die gleichnamige Biermarke lässt sich auch hierzulande bei so gut wie jedem Japaner bestellen. Neben der Produktion von Ichiban Shibori, der zweiten in Japan sehr beliebten Marke, übernimmt der Konzern auch den Vertrieb einiger ausländischer Biere wie Budweiser und Heineken.

Ausstoß: 42,5 Millionen Hektoliter

(Foto: picture alliance)

Nach dem Tod des Hauptgesellschafters Dirk Kollmar musste ein Streit ums Erbe von einem Schiedsgericht entschieden werden. „Danach sind die schon bisher beteiligte Senior-Chefin Ingrid Kollmar und ihre im Unternehmen tätige Tochter Pia Kollmar mit 75 Prozent Mehrheits-Gesellschafterinnen“, teilte das Unternehmen mit. Laut „Lebensmittelzeitung“ hält Pia Kollmar 74 Prozent. Oettinger beschäftigt in Deutschland 1420 Mitarbeiter.

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