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Oliver Schmidt VW entlässt US-Manager offenbar fristlos

Der Verurteilung folgt wohl die fristlose Kündigung: Das Arbeitsverhältnis des in den USA inhaftierten VW-Managers Oliver Schmidt wurde laut einem Bericht beendet. Der Wolfsburger Autobauer verteidigt sein Vorgehen.
21.12.2017 - 16:50 Uhr Kommentieren
Ein Bezirksgericht in Detroit hatte den Manager wegen seiner Beteiligung an dem Volkswagen-Abgasbetrug zu sieben Jahren Gefängnis und einer Geldstrafe von 400.000 Dollar verurteilt. Quelle: dpa
Oliver Schmidt

Ein Bezirksgericht in Detroit hatte den Manager wegen seiner Beteiligung an dem Volkswagen-Abgasbetrug zu sieben Jahren Gefängnis und einer Geldstrafe von 400.000 Dollar verurteilt.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Der in den USA inhaftierte VW-Manager Oliver Schmidt ist nach einem Zeitungsbericht fristlos aus seinem Arbeitsverhältnis entlassen worden. Der Konzern habe dem im Zuge des Dieselskandals zu einer Gefängnisstrafe verurteilten Schmidt die Kündigung direkt in seine US-Gefängniszelle zugestellt, berichtete die „Bild am Sonntag“ am Donnerstag vorab unter Berufung auf Unternehmenskreise.

Ob VW juristisch zu dem Schritt gezwungen war, habe der Konzern nicht kommentieren wollen. „Grundsätzlich gilt: bei schwerwiegenden Pflichtverletzungen von Beschäftigten, zumal im Falle strafgerichtlicher Verurteilungen, müssen zwingend auch arbeitsrechtliche Maßnahmen geprüft werden“, zitierte das Blatt einen VW-Sprecher. Es sei zu erwarten, dass die Verteidiger des Managers demnächst Kündigungsschutzklage in Deutschland einreichen werden, berichtete das Blatt weiter.

Ein Bezirksgericht in Detroit hatte Schmidt zuvor wegen seiner Beteiligung an dem Volkswagen-Abgasbetrug zu sieben Jahren Gefängnis und einer Geldstrafe von 400.000 Dollar (umgerechnet 340.000 Euro) verurteilt. Dabei hatte der Richter das nach dem späten Geständnis des Angeklagten maximal mögliche Strafmaß ausgeschöpft.

Der Dieselskandal war vor gut zwei Jahren in den USA aufgeflogen. VW gab daraufhin zu, Abgaswerte mit einer illegalen Abschalteinrichtung manipuliert zu haben. Volkswagen bekannte sich nach langen Verhandlungen schuldig und akzeptierte eine milliardenschwere Wiedergutmachung an Kunden und Behörden sowie eine Strafzahlung. Insgesamt kostet der Betrug den Wolfsburger Konzern bisher mehr als 25 Milliarden Euro.

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