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Pechsträhne TCI-Chef Chris Hohn allein zu Hause

Chris Hohn ist ein Macher, einer der gerne attackiert, einer, der der Welt beweisen will, dass er recht hat. Mit seinen aggressiven Angriffen auf scheinbar uneinnehmbare Bastionen der europäischen Unternehmenslandschaft erwarb sich der Chef des britischen Hedge-Fonds TCI einen fast schon legendären Ruf. Doch nun ist der Angreifer Hohn selbst in die Defensive geraten.
TCI-Chef Hohn: Hedge-Fonds-Macher mit Pechsträhne. Foto: Bloomberg Quelle: Bloomberg

TCI-Chef Hohn: Hedge-Fonds-Macher mit Pechsträhne. Foto: Bloomberg

(Foto: Bloomberg)

LONDON. Egal ob Deutsche Börse, oder die niederländische Großbank ABN Amro, viele Konzerne, die weitaus mächtiger schienen als der kleine Hedge-Fonds mit Sitz im vornehmen Londoner Stadtteil Mayfair, knickten vor Chris Hohn ein.

Doch seit Monaten findet sich der Hedge-Fonds-Manager mit familiären Wurzeln in Jamaika, einem Harvard-Business-School-Abschluss und einem großen Herzen für Kinder in Not in einer ungewohnten Rolle. Hohn, der Angreifer ist selbst in die Defensive geraten.

TCI zählte seit der Gründung im Jahr 2003 eigentlich zu den erfolgreichsten Hedge-Fonds überhaupt und bescherte seinen Investoren regelmäßig Renditen von mehr als 30 Prozent. Doch im vergangenen Jahr riss Hohns eindrucksvolle Erfolgsserie ab. Wie andere Hedge-Fonds auch, war TCI in den Sog der Finanzkrise geraten. Der Fondsmanager musste seinen Anlegern ein Minus von 43 Prozent melden.

Die Folge: Das Fondsvermögen schrumpfte von 15 Mrd. Dollar auf nur noch 9,5 Mrd.Dollar zusammen. „Für TCI steht im Moment sehr viel auf dem Spiel, Hohn muss schnell Erfolge vorweisen, wenn er seinen Ruf nicht verlieren will", sagt ein Londoner Vermögensverwalter, der ein Hedge-Fonds-Portfolio verwaltet.

Doch Erfolge gab es zuletzt kaum noch, dafür setzte es gleich mehrere Niederlagen. Die aggressiven Attacken auf den japanischen Energiekonzern JPower und auf die amerikanische Eisenbahnlinie CSX endeten mit einem Debakel für TCI, in beiden Fällen musste sich Hohn unverrichteter Dinge wieder zurückziehen. In dieser schwierigen Situation hilft es nicht gerade, dass die Serie der Kündigungen bei TCI immer länger wird.

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