Pfizer, GE, Hewlett-Packard Auch in den USA geht der Trend zur Aufspaltung

Viele traditionsreiche US-Konzerne haben sich bereits zerlegt. Oft stecken dahinter aktivistische Investoren wie Carl Icahn oder Nelson Peltz.
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Der Pharmakonzern spaltet sich in drei Teile auf. Quelle: AFP
Pfizer

Der Pharmakonzern spaltet sich in drei Teile auf.

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New YorkMit 220 Milliarden Dollar Börsenwert ist Pfizer eines der größten Unternehmen der USA. Jetzt verkündete der Pharmakonzern, sich in drei Bereiche aufzuspalten. Der größte wird „Innovative Medizin“ sein, dazu kommen „Etablierte Medizin“ und „Gesundheitswesen Verbraucher“. Den letzten Bereich will Pfizer verkaufen, ansonsten gilt: „Das Design wird uns schärferen Fokus auf verschiedene Patente in verschiedenen Märkten geben“, sagte Albert Bourla, der als COO die Geschäfte führt.

Kein Einzelfall in den USA. Aufspaltungen liegen auch jenseits des Atlantiks im Trend. Der einst gewaltige Mischkonzern General Electric zerlegt sich, es bleiben nur noch die Geschäftsfelder Energie und Flugzeugmotoren.

Damit folgt das Unternehmen dem Beispiel des Computerherstellers Hewlett-Packard, der sich 2015 in zwei Teile aufspaltete, kurze Zeit später trennte sich das neu gegründete Hewlett Packard Enterprise auch noch von der IT-Dienstleistung und dem Software-Geschäft.

Die beiden amerikanischen Chemiekonzerne Dow Chemical und Dupont gingen 2017 zusammen – um sich im darauffolgenden Jahr in drei Bereiche zu zergliedern: Agrarchemikalien, Kunststoffe und Spezialchemikalien.

Die Gründe für die Aufspaltungen sind vielfältig. Oft üben aktivistische Investoren wie Nelson Peltz, Carl Icahn oder Daniel Loeb Druck aus. Sie wissen: Selbstständige Unternehmenseinheiten performen besser, weil die Manager mehr Freiheit haben und sich im Geschäft auskennen.

Joe Cornell, Gründer des Finanzdienstleister Spin-Off Advisors, nennt die Sparten eines Konglomerats gern „die rothaarigen Stiefkinder“, die innerhalb des Mischkonzerns „um Geld betteln“ müssten. Nach der Verselbstständigung könnten sich die Einheiten wieder selbst über ihr Kapital bestimmen.

Allerdings beobachtet der Fachmann teils wieder gegenläufige Tendenzen. „Nach fünf Jahren Entflechtung kommt die Fusionsaktivität wieder zurück“, sagte Cornell.

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