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Philip Lane

Der Ire könnte Peter Praet nachfolgen.

(Foto: Reuters)

Philip Lane Ein Ire wird wahrscheinlich neuer Chefökonom der EZB

Der Chefökonom ist der zweitwichtigste Posten in der Europäischen Zentralbank. Der einzige Bewerber auf den Posten hat einen hervorragenden Ruf.
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Am Mittwoch ist die Frist für die Bewerbung auf einen der wichtigsten Posten auf europäischer Ebene abgelaufen. Und dabei gibt es offenbar nur einen Bewerber: Philip Lane. Der wird damit aller Voraussicht nach Chefökonom der Europäischen Zentralbank (EZB).

Der 49-Jährige, bisher Chef der irischen Notenbank, folgt damit dem Belgier Peter Praet, dessen achtjährige Amtszeit Ende Mai ausläuft. Bis Lanes Berufung durch alle europäischen Instanzen gegangen ist und der Europäische Rat sie formal beschließt, dürfte es noch bis Ende März dauern.

Die EZB-Chefvolkswirt hat nach dem jeweiligen Präsidenten der Notenbank meist den größten Einfluss auf die Geldpolitik. Er ist nicht nur im EZB-Rat die maßgebliche Stimme bei der Einschätzung der wirtschaftlichen Situation und der Formulierung konkreter geldpolitischer Vorschläge. Darüber hinaus finden seine Äußerungen auch an den Finanzmärkten besonders starke Beachtung. Vor Praet hatten mit Otmar Issing und Jürgen Stark zwei ehemalige Bundesbanker diese Schlüsselposition inne.

Lane hat als Ökonom einen ausgezeichneten Ruf und ist in seiner künftigen Rolle kaum umstritten. Er hat in Harvard promoviert und war Professor am Trinity College in Dublin. Er gilt als pragmatisch und pflegt eine geradlinige Kommunikation.

Einfluss aufs Personalkarussell der EU

EZB-Direktor Benoît Cœuré nennt ihn einen „herausragenden Ökonomen und guten Kollegen“; die Direktoren und die nationalen Notenbankchefs sitzen zusammen im EZB-Rat. Im letzten Jahr hatte er ein Konzept zur Schaffung von sicheren Anleihen im Euro-Raum, sogenannten European Safe Bonds, vorgestellt, das allerdings an den Kapitalmärkten und in der deutschen Politik auf wenig Gegenliebe stieß.

Lanes Berufung hat Auswirkungen auf das europäische Personalkarussell. Irland dürfte danach wenig Aussichten haben, einen weiteren wichtigen Posten in der EU zu bekommen. Für andere Länder wie etwa Deutschland und Frankreich bleiben aber bis auf Weiteres alle Optionen offen – auch die auf die EZB-Präsidentschaft.

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