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Plädoyer der Staatsanwaltschaft Ende Juni vorgesehen Mannesmann-Prozess geht in die Endphase

Im Prozess um die Millionenabfindungen bei der Übernahme des Mannesmann-Konzerns rechnen die Beteiligten im Juli mit einem Urteil.

slo DÜSSELDORF. Nachdem die Staatsanwaltschaft am vergangenen Mittwoch überraschend auf neue Beweisanträge verzichtete, kündigte Richterin Brigitte Koppenhöfer den Abschluss der Beweisaufnahme für die kommende Woche an. Anschließend werden Ankläger und Verteidiger ihre Plädoyers halten.

Ein Anwalt von Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann erklärte am Rande des Prozesses, ein Urteil werde voraussichtlich am 19. Juli gesprochen. Die Verteidiger der Angeklagten gehen von einem Freispruch aus. Die Richterin hatte dies bereits Ende März signalisiert: Die Prämien seien zwar aktienrechtlich unzulässig gewesen, aber die strafrechtlichen Vorwürfe der Ankläger hätten sich nicht erhärtet, sagte sie.

Die Staatsanwaltschaft versuchte danach, das Gericht mit mehr als einem Dutzend neuer Beweisanträge umzustimmen. Koppenhöfer ließ nur einen Teil davon zu. Zuletzt deuteten die Staatsanwälte vergangene Woche an, einen Investmentbanker aus Großbritannien als Zeugen vorzuladen, sahen aber wieder davon ab. Ein solcher Antrag hätte den seit Ende Januar andauernden Prozess in die Länge ziehen können.

In dem bislang größten Wirtschaftsstrafverfahren in Deutschland sind Ackermann und fünf weitere ehemalige Aufsichtsräte und Manager der Mannesmann AG wegen Untreue angeklagt. Es geht um Prämien und Pensionsabfindungen in Höhe von mehr als 110 Mill. Mark, die der Konzern nach der Übernahme durch die britische Mobilfunkgesellschaft Vodafone im Frühjahr 2000 ausgezahlt hat.

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